„Sauberhafter Business Day“: Mitarbeiter aus zehn Unternehmen machten mit

Putzpatrouille Offenbach

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Saubere Sache: Mit Greifzange und Mülltüten bewaffnet, sammelten 35 Mitarbeiter aus zehn Unternehmen gestern Abfall ein. Ziel der hessenweiten Aktion: Menschen für Sauberkeit im öffentlichen Raum sensibilisieren und Firmen in die Verantwortung nehmen.

Offenbach - Hier eine Zigarettenkippe, dort ein paar Papierschnipsel – geschickt klaubt Tobias Liehs den achtlos fallen gelassenen Müll vom Gehweg und bugsiert ihn in seine blaue Mülltüte. Für eine Stunde hatte der Burger-Brater von Mc Donald’s gestern den Grillwender gegen die Greifzange getauscht und mit seinem freiwilligen Einsatz für etwas mehr Sauberkeit auf Offenbachs Straßen gesorgt. +++ Fotostrecke +++ Von Denis Düttmann

Rund 35 Mitarbeiter aus zehn Unternehmen beteiligten sich am „Sauberhaften Business Day“. Vom Stadthof zogen sie durch die Herrnstraße zum Mainvorgelände und über den Büsingpark wieder zurück – die Augen stets an den Boden geheftet auf der Suche nach Müll und Abfall.

Wir haben 160 Unternehmen angeschrieben, die Resonanz war also nicht sehr groß“, sagte der Leiter des Kundenservices der ESO, Oliver Gaksch. „Ich hoffe, dass sich das Projekt weiter etabliert und in Zukunft noch mehr Firmen mitmachen.“ Ziel der hessenweiten Aktion ist es, die Menschen für Sauberkeit im öffentlichen Raum zu sensibilisieren und die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen. „Wer eine Stunde lang den Dreck anderer Leute wegräumt, wird selbst nicht mehr einfach Müll fallen lassen und auch in seinem Umfeld für mehr Verantwortungsbewusstsein werben“, glaubt Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. Bereits Mitte März hatte die Stadt zum „Sauberhaften Frühjahrsputz“ aufgerufen: Damals sammelten mehr als 200 Freiwillige auf dem Mainvorgelände, auf Teilen des Maindamms und der Industriebahntrasse von der Rowentastraße bis zur Buchhügelallee, rund um den Schultheis-Weiher sowie den Bahndamm entlang des Lämmerspieler Wegs Unrat ein.

Der „Sauberhafte Business Day“ ist jedoch kein rein symbolischer Akt, sondern soll helfen, in Zukunft weniger Geld für professionelle Reinigungsaktionen ausgeben zu müssen. Allein die Beseitigung von Müll in Parkanlagen und Bachläufen kostet die hessischen Kommunen jedes Jahr rund 200 Millionen Euro.

Dass dringend etwas getan werden muss, findet auch Tobias Liehs. „Wir säubern jeden Morgen das Gelände um unsere Filiale am Kaiserlei und unseren Parkplatz. Was allein dort anfällt, ist enorm“, sagt der Mitarbeiter von Mc Donald’s. „Diese Aktion setzt ein gutes Zeichen und hilft dabei unsere Stadt ein wenig sauberer zu machen.

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