Puzzles vom und fürs Hospiz

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Spende für das Hospiz Fanny-La-Roche: Jürgen Grün von der Frankfurter Dinges-Stiftung (2. von links) übergab den symbolischen Scheck an den Vorstand der Stiftung „Heilig Geist Hospital Bensheim“, die das Hospiz errichtet. Von links: Klaus Nagel, Pfarrer Thomas Groß und Dr. Hans-Jürgen Moog.

Offenbach ‐ Das Hospiz „Fanny de la Roche“ nimmt langsam Gestalt an. Zwar sind die Bagger noch nicht angerückt, zumindest aber sich nach und nach das Konto der Stiftung „Heilig-Geist-Hospital Bensheim“, die das Hospiz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kettelerkrankenhaus errichten will. Von Denis Düttmann

50.000 Euro spendete jetzt die Frankfurter Otto-Georg-Dinges-Stiftung („Glockenbrot“) für das Projekt. „Offenbach braucht einen Ort, an dem todkranke Menschen ihren letzten Lebensabschnitt verbringen können“, sagte Stiftungsvorstand Hans-Jürgen Moog bei der Spendenübergabe. „Das Hospiz ist eine gute Ergänzung zum Krankenhaus“, ergänzte sein Kollege Jürgen Grün.

In dem Hospiz sollen acht großzügige Gästezimmer eingerichtet werden, zudem sind ein Wintergarten, ein Zimmer für Angehörige und ein „Raum der Stille“ geplant. Rund eine Million Euro hat die Stiftung „Heilig Geist Hospital Bensheim“ bereits für die zwei benötigten Grundstücke zwischen Lichtenplattenweg und Industriebahnweg bezahlt, die Bau- und Einrichtungskosten für das Hospiz betragen weitere 1,6 Millionen Euro. „Insgesamt haben wir nun schon 266.000 Euro an Spenden eingesammelt“, sagte der Geschäftsführer der Kettelerkrankenhauses, Bernhard Franzreb. „Weitere 500.000 Euro werden wir vom Krankenhaus zuschießen.“ Die Klinikleitung geht davon aus, dass im Laufe der nächsten sechs Wochen die Baugenehmigung erteilt wird. Dann sollen weitere Zuschüsse bei gemeinnützigen Organisationen beantragt werden. Geschäftsführer Franzreb rechnet mit einem Betrag von rund 700.000 Euro.

„Uns sind auch kleinere Beträge willkommen“, warb er um zusätzliche Spender. So hat die Stiftung „Heilig Geist Hospital Bensheim“ eine Aktion initiiert, bei der Puzzles für 20 Euro verkauft werden. Fügt man die einzelnen Teile zusammen, entsteht ein Modell des geplanten Hospizes. Mit einer Wanderausstellung, die die Baupläne vorstellt und in den kommenden Wochen beispielsweise im Bürgerbüro und im Landratsamt zu sehen sein soll, will die Stiftung um weitere finanzielle Unterstützung werben.

Auf einen fixen Termin für den Baubeginn wollte sich Bernhard Franzreb am vergangenen Freitag explizit nicht festlegen, schließlich war schon einmal von Ende des vergangenen Jahres die Rede gewesen. „In ungefähr einem halben Jahr könnte Spatenstich sein“, formulierte der Geschäftsführer betont vorsichtig.

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