Qualitätsoffensive im Advent

Offenbach ‐ Der Offenbacher Weihnachtsmarkt soll romantischer und festlicher werden. Von Denis Düttmann

Das hatten die „AG Feste“ unter Beteiligung der Stadt, des Einzelhandelsverbands, der IHK, des Hotel- und Gaststättenverbands sowie des „Treffpunkt Offenbach“ mit dem Betreiber Pro OF im Zuge der Verhandlungen über die Vergabe der Ausrichtungslizenz vereinbart. Demnach soll in den kommenden zwei Jahren die Qualität des adventlichen Markttreibens sukzessive gesteigert werden. Erste Veränderungen wird es bereits in diesem Jahr geben, wie die Pro OF-Chefs Klaus Kohlweyer und Hans Peter Kampfmann gestern erklärten. So hat das Unternehmen massiv in Dekoration und Infrastruktur investiert. An der Ecke Berliner Straße/Herrnstraße wird zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung installiert. Zudem stellen die Organisatoren im gesamten Marktbereich rund 100 Tannenbäume auf, die mit insgesamt 20.000 LED-Lämpchen dekoriert werden. Etwa 12.000 Euro hat Pro OF für 50 Meter neue Kabelbrücken ausgegeben – damit sollen die gefährlichen Stolperfallen aus Stromleitungen und Wasserschläuchen entschärft werden. Vor dem Haupteingang des KOMM bildet ein Spalier aus geschmückten Tannenbäumen einen repräsentativen Eingang zum Markt. „Wir wollen dafür sorgen, dass der Markt insgesamt weihnachtlicher und damit attraktiver für Beschicker und Kunden wird“, sagt Klaus Kohlweyer.

Erscheinungsbild des Marktes wird vereinheitlicht

In den vergangenen Monaten hat Pro OF eine schmucke Weihnachtshütte bauen lassen, die in diesem Jahr an einen Holzschnitzer auf dem Stadthof vermietet wird. Falls das Angebot gut ankommen, soll es in den nächsten Jahren ausgeweitet werden. „In Zukunft könnten wir dann den gesamten Hugenottenplatz mit unseren Hütten bestücken“, formuliert Hans Peter Kampfmann das Ziel. Die Vermietung von Ständen biete zwei Vorteile: Zum einen werde so das Erscheinungsbild des Marktes vereinheitlicht. Zum anderen können so Beschicker mit hochwertiger Ware gewonnen werden, die ohne dieses Angebot nicht nach Offenbach zu locken seien. „Gerade Kunsthandwerker verfügen häufig nicht über eigene Hütten. Für sie ist es eine wichtige Serviceleistung, wenn wir ihnen die Infrastruktur zur Verfügung stellen“, erklärt Kohlweyer.

Süße Mandelbar im Stadthof und Feuerzangenbowle

Auf der Bühne vor dem Rathaus ist täglich Programm. Vor allem die Kindertagesstätten sorgen dort mit Adventsliedern für weihnachtliche Stimmung. Insgesamt bieten auf dem vierwöchigen Markt 48 gewerbliche und sechs karitative Beschicker ihre Waren feil. Erstmals dabei sind eine süße Mandelbar im Stadthof, ein Stand für Feuerzangenbowle auf dem Hugenottenplatz und ein Anbieter von nepalesischem Kunsthandwerk. „Wir fahren eine zweigleisige Strategie zur Qualitätssteigerung. Einerseits investieren wir selbst in Dekoration und Infrastruktur, andererseits versuchen wir immer mehr Anbieter von qualitativ hochwertigem Kunsthandwerk als Beschicker zu gewinnen“, erklärt Kampfmann. Dabei arbeite man eng mit der Stadt zusammen. Die Diskussion über die Lizenzvergabe habe keinen Keil zwischen Pro OF und Verwaltung getrieben, die Kooperation sei im vergangenen Jahr sogar wesentlich intensiviert worden. „Die Stadt hat sich noch nie so um den Weihnachtsmarkt gekümmert wie in der letzten Zeit“, sagt Kohlweyer. „Wir begrüßen dieses Engagement ausdrücklich.“

Rubriklistenbild: © pixelio/dieter

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