Quilling neuer Landrat im Kreis Offenbach

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Oliver Quilling

Dietzenbach (nl) - Oliver Quilling (CDU) ist neuer Landrat des Kreises Offenbach. Mit 63,3 Prozent fiel das Ergebnis im zweiten Wahlgang eindeutig aus.

Nachdem ihm im ersten Wahlgang noch 1152 Stimmen zur Mehrheit gefehlt hatten, fiel das Ergebnis der Stichwahl gegen Carsten Müller (SPD) eindeutig aus: 63,3 Prozent der Stimmen standen gestern Abend beim vorläufigen Endergebnis für den Isenburger Bürgermeister auf dem Konto, 36,7 Prozent entfielen auf Müller. „Ein Ergebnis“, so Quilling, „das eine hohe Verantwortung mit sich bringt. Ich will alles dransetzen, dass ich diesen Erwartungen auch gerecht werde.

Vorsprung zeichnet sich früh ab

Wahlberechtigt waren 252000 Bürger im Kreis Offenbach. Hatte die Wahlbeteiligung vor 14 Tagen aufgrund der Termingleichheit mit der Bundestagswahl noch bei 71,3 Prozent gelegen, so machten gestern nur noch 32,6 Prozent der Bürger im Kreis von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Schon nachdem die ersten der insgesamt 296 Wahlbezirke aus 13 Kreiskommunen ausgezählt waren, hatte sich dieser große Vorsprung abgezeichnet. Und nach etwa der Hälfte, 146 Wahlbezirke waren ausgezählt, lag Quilling bei 61,6 Prozent, Müller bekam hier 38,4 Prozent der Stimmen. Sein bestes Ergebnis konnte der SPD-Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent in Mainhausen erreichen: Mit 48,4 Prozent gegenüber 51,6 Prozent (Quilling) ging es hier am knappsten zu. Mit Abstand das höchste Ergebnis dagegen erreichte Oliver Quilling in „seiner“ Hugenottenstadt: 80,7 Prozent ließen keinen Zweifel daran, dass die Isenburger ihren Bürgermeister sehr schätzen, ihm aber gleichwohl nicht die Stimme zur Landratswahl verweigerten, um ihn als Stadtoberhaupt zu halten.

„Fairer Wahlkampf“

Sie beide hätten einen „äußerst fairen Wahlkampf“ geführt, beteuerten Quilling und Müller unisono. Deshalb sähen sie auch keine Probleme, künftig als Landrat und Kreisbeigeordneter zusammenzuarbeiten. Bis zur Kommunalwahl 2011 ist Müller im Amt.

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