Radweg am Main wird ab heute saniert

Offenbach (fel) - Fahrradfahrer gibt es viele, mehr als dem gemeinen Autofahrer mitunter lieb ist. Umso mehr freut der sich, wenn sich der nicht-motorisierte Verkehr fernab der Hauptstraßen bewegt.

Als wichtige Trasse für Radler betrachtet die Stadt den Weg entlang des Mains. Unzählige Pendler nutzen ihn werktags, um mit dem Velo zur Arbeit zu kommen. Und abends wird hier gejoggt und geskatet.

Die auch bei Freizeitradlern am Wochenende beliebte Strecke wird nun zwischen Kaiserleibrücke und dem Bootshaus der SG Wiking saniert. Der Grund: Die Fahrbahn ist übersät mit Schlaglöchern, die wahre Speichenkiller sind. Ein Grundausbau fehlt. Die Oberflächenbefestigung ist an vielen Stellen quasi nicht mehr vorhanden. Neben den dringend gebotenen Arbeiten soll auch das Umfeld des Radweges aufgewertet werden, um das laut Stadt „wichtige, wenn auch gelegentlich unterschätzte Eingangstor“ nach Offenbach zu verschönern.

Die Arbeiten auf dem 200 Meter langen Abschnitt des Rad- und Gehweges beginnen heute und sollen bis zum 30. September andauern. Die alte Asphaltdecke wird, je nach Unebenheiten, bis zu einer Tiefe von zirka zwei Zentimetern abgefräst. Dann werden eine Asphaltbinderschicht als Profilausgleich und eine drei Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht aufgebracht. An den Rändern wird ein Bankett aus Schotterrasen angelegt. Die Fläche soll künftig dauerhaft von motorisierten Fahrzeugen freigehalten werden. Die Bootslagerflächen der SG Wiking im Norden können weiterhin angedient werden.

Die 2 700 Quadratmeter großen Flächen links und rechts des Weges werden bepflanzt. Der vorhandene Baumbestand bleibt erhalten. Rasen und Wiesen werden neu angelegt und zusätzlich neun Bäume und 400 Sträucher gesetzt. Während der Arbeiten ist mit kurzfristigen Behinderungen zu rechnen. Wahrscheinlich muss die Strecke eine Woche voll gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Insgesamt kostet das „Face-Lifting“ stolze 250 000 Euro. Ursprünglich wollten die Stadtverordneten noch mehr Geld in die Hand nehmen, entschlossen sie dann aber aus Sparzwängen heraus, einen Teil der ursprünglich geplanten Ausgaben für den Bau einer neuen Turnhalle in Waldhof bereit zu halten. Den Bau dieser Halle hat das Regierungspräsidium freilich bis auf Weiteres auf Eis gelegt.

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Jürgen Frey

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