Für Frieden und Verständigung der Menschen

+
Die Jüdische Gemeinde Offenbach freute sich über den Besuch des Hip-Hop-Stars Schneur Hasofer alias DeScribe (im roten Shirt), begleitet von DJ John. Gemeindevorsitzender Professor Alfred Jacoby und sein Stellvertreter Mark Dainow (links) sowie Rabbiner Mendel Gurewitz (rechts) begrüßten die Musiker.

Offenbach - Wie kommt ein New Yorker Hip-Hop-Star in die Jüdische Gemeinde Offenbach? Direkt dem Flugzeug entstiegen, stellte sich Rapper DeScribe alias Schneur Hasofer an der Kaiserstraße der Öffentlichkeit. Als Begleiter hatte er DJ John mitgebracht. Von Ernst Buchholz

Der Afro-Amerikaner zeigte sich vom Flug sichtlich angegriffen. Zu seinem Empfang waren Professor Alfred Jacoby, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, und Stellvertreter Mark Dainow gekommen.

Die beiden Künstler nutzen den Aufenthalt in der vergleichsweise kleinen, ruhigen Jüdischen Gemeinde zu einer Erholungspause am Schabbat vor ihrem Auftritt am Samstagabend in der Schwestereinrichtung in Frankfurt. DeScribe hat eine Mission: Er will die Welt mit Musik zum Frieden und zur Verständigung der Menschen untereinander führen.

Der Rapper kennt die dunklen Seiten des Lebens

In eindringlichen Worten beschrieb der Musiker, wie er durch seine Herkunft und seinen ungewöhnlichen Lebensweg zu seiner Lebensaufgabe gefunden hatte. Mit 14 Jahren war er aus einer orthodoxen jüdischen Familie in Australien nach Jerusalem gegangen und hatte sich dort als Straßensänger durchgeschlagen. „Da habe ich die dunklen Seiten des Lebens kennengelernt“, erzählt Hasofer.

Die Erfahrungen aus dieser Zeit haben DeScribe geholfen, seine Identität zu finden. Und die spätere Ausbildung an einer Jeschiwa (Talmudhochschule) hat ihm den Weg gezeigt, mit welchen Mitteln er sein Ziel, zur Versöhnung der Völker beizutragen, erreichen kann. So kam er auf den Hip-Hop, „der ebenfalls von der dunklen Seite des Lebens herkommt“. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Er ist der bekannteste jüdische Hip-Hop-Sänger und Rapper – und sein Publikum liebt ihn...

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare