Wilhelmsplatz: Rasen, wo andere rasten

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Auf Tuchfühlung: So haben sich die Macher das Miteinander von Gästen, Fußgängern und Verkehr wohl nicht vorgestellt. Noch immer fahren einige Autofahrer zu schnell durch die verkehrsberuhigte Zone am Wilhelmsplatz.

Offenbach - Die Umgestaltung des Platzes ist abgeschlossen. Gebaut wird nur noch auf der Straße, die westlich des Platzes entlang führt. Vor der Brasserie, der griechischen Taverna und Feinkost Konstantinidis. Von Katharina Skalli

Wenn der professionell aufgeschlagene Schaum des duftenden Milchkaffees über den Rand der Tasse schwappt oder die Bedienung mit einem flotten Hüpfer ihr Tablett balancierend, zur Seite springt, dann ist gerade wieder ein Auto durch die obere Wilhelmsstraße gefahren. Die Tachonadel dabei weit über der Zahl, die die erlaubte Geschwindigkeit anzeigt.

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Die Fläche von der einen zur anderen Seite ist nun eben. Die Bürgersteige sind weg und die Wirte nutzen den Platz unter den Kastanien, um ihre Gäste zu bewirten. Das größere Areal und der Blick auf Offenbachs Herzstück locken mehr Kunden an. Die Gastronomen haben genug zu tun. Doch eins hat sich verschärft: Das Parkproblem der Autofahrer.

Nach der Kreuzung Wilhelmstraße – Bleichstraße kündigt seit kurzem ein Schild an: Verkehrsberuhigter Bereich. Das heißt: Schritttempo ist angesagt. Und dennoch rasen einige unerlaubt durch die Zone. Das Miteinander von Fahrzeugen, Fußgängern und Außengastronomie hat sich noch nicht ganz eingespielt. In der Spielstraße halten sich noch nicht alle an die vorgegebenen Regeln.

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