Auffälligkeiten in der Unfallstatistik

Raser machen der Polizei große Sorgen

Offenbach/Hanau - Wermutstropfen bei der eigentlich positiven Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen in der Region ist der Anstieg der Toten und Verletzten durch Raserunfälle. Das wurde bei der Vorstellung der Bilanz 2015 deutlich.

Wie Roland Ullmann, Präsident des Polizeipräsidiums Südosthessen, gestern sagte, sank die Zahl der Verkehrsunfälle, die sich 2015 auf den Straßen in der Region ereignet haben, auf den niedrigsten Stand seit 2001, dem Jahr als das Polizeipräsidium gegründet wurde.

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Für Stadt und Kreis Offenbach sowie den Main-Kinzig-Kreis weist die Statistik 13.608 Unfälle aus – das sind 174 weniger als 2014. Zunehmend Sorgen bereiten Raser. „Wir verzeichnen bei der Unfallursache Geschwindigkeit einen Anstieg, wobei überhöhtes oder nicht angepasstes Tempo bei 380 Verkehrsunfällen mit Personenschaden ursächlich war“, sagte der Leitende Polizeidirektor Alexander König und ergänzte: „Im Präsidiumsbereich ereigneten sich 2015 acht Geschwindigkeitsunfälle mit tödlichem Ausgang; zehn Menschen kamen dabei ums Leben. 119 Personen erlitten schwere und 421 leichte Verletzungen. “ (Vorjahr: 343 Unfälle – bei sechs Unfällen starb jeweils ein Mensch, 136 erlitten schwere und 351 leichte Verletzungen).

Die Polizeispitze im Präsidium in Offenbach will jetzt auch die „Generationen 65+ und 75+“ und die jungen Fahrer verstärkt ins Visier nehmen. Obgleich der Anteil an der Gesamtunfallzahl in den genannten Seniorengruppen bei lediglich 10,83 bzw. 7,72 Prozent lag, war 2015 jeder vierte tödlich Verunglückte über 75 Jahre alt. Hanaus Polizeidirektor Hans Knapp will jetzt das Augenmerk auf Motorradfahrer richten. Vor allem Jüngere und Wiedereinsteiger seien unfallgefährdet. (psh/hhr)

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