Der Rasierapparat ist sein Schicksal

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Rasierapparate samt „Waschanlage“ gibt‘s von der Marke Braun seit einigen Jahren. Industriedesigner Roland Ullmanns Gedanken sind da aber längst wieder viel weiter. Zu Ende denken werden sie möglicherweise andere Form- und Funktionsgeber.

Offenbach ‐ Die Kinder des Roland Ullmann aus Rumpenheim sind auf alle Erdteile verteilt. Sie haben Millionen von Freunden und tragen so ungewöhnliche Namen wie Sixtant, Micron oder Pulsonic. Von Lothar R. Braun

Seit nahezu vierzig Jahren hat der Industriedesigner Roland Ullmann Elektrorasierer der Marke Braun gestaltet.
Als „Mister Braun Rasierer“ bezeichnete ihn die Unternehmens-Zeitschrift in einer Titelgeschichte, obwohl der Offenbacher im Laufe der Zeit auch für andere Erzeugnisse des Hauses tätig war.

Ullmann, mittlerweile 62 geworden, ist einer der vielen Vorzeige-Absolventen der Offenbacher Hochschule für Gestaltung. Er war noch Student, als das Kronberger Unternehmen Braun auf ihn aufmerksam wurde.

Dem Jungdesigner bei Braun mag zugute gekommen sein, dass er vor dem Studium eine Ausbildung als Elektrotechniker abgeschlossen hatte. Das hat es ihm erleichtert, technische Bedingungen und Nutzerfreundlichkeit in Formen zu bringen, die sich weltweit millionenfach verkaufen lassen – wenn sie sich treffsicher mit Zeitgeist und Lebensgefühl verbinden.

Etwa 300 für den Weltmarkt produzierte Geräte haben von Ullmanns Hand Gesicht und Gestalt erhalten. Dazu gehören weit mehr als hundert Rasierermodelle. Dabei legte er gleich zu Anfang den Grundstein zu einer ganz neuen Rasierergeneration. Denn es gibt offenbar nichts, das nicht schon in der nächsten Stufe verbessert werden kann. Dem Offenbacher hat das eine Reihe von Patenten eingebracht.

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