Rassismus nervt!

Offenbach - Für einige ist das Thema ein alter Hut, doch für viele ist es täglich Realität. Rassismus. Er begegnet uns auf Sportplätzen, in der U-Bahn, auf Schulhöfen, im Büro. Das nervt! Von Katharina Platt

Obwohl die Geschichte der Einwanderung vor fast fünf Jahrzehnten begonnen hat, haben sich viele nicht an den Anblick von Menschen anderer Herkunft gewöhnt. Grimmige Seitenblicke auf die Passantin mit Kopftuch, ärgerliches Gemurmel beim Anblick farbiger Kinder, die über die Straße rennen, oder ungeduldiges Nachfragen, wenn ein nichtdeutscher Name genannt wird. Es sind die kleinen, unscheinbaren, weil alltäglich gewordenen Situationen, die eine Spur Rassismus nicht verbergen können und die immer wieder demonstrieren, wie unzufrieden manch einer ist mit der Multi-Kulti-Gesellschaft.

Die Politik bemüht sich, Vereine, Nachbarn und diverse Institutionen arbeiten daran, dass Integration gelingt und aus anonymem Nebeneinander endlich ein Miteinander wird. Doch das wird erst dann gelingen, wenn die Mauern in den Köpfen und Gedanken fallen. Wenn man nicht mehr einfach weghört, wenn mal wieder gewitzelt wird über die muslimische Fastenzeit oder dunkle Haut. Und wenn Begriffe abgeschafft werden wie „Migrationshintergrund“. Denn solange wir diese gebrauchen, bleiben die vermeintlichen Unterschiede in unserem Bewusstsein bestehen und der Hintergrund bleibt im Vordergrund und macht das Miteinander unmöglich.

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