Raus mit dem Splitt, rein mit dem Splitt

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Mehr als 600 Tonnen Splitt hatten die ESO-Mannschaften im harten Winter verteilt. Jetzt muss durchgekehrt werden - eine undankbare Aufgabe.

Offenbach ‐ Das meteorologische Frühlings-erwachen der vergangenen Tage hat aus einem Zuwenig ein Zuviel gemacht: Der Stadtdienstleister ESO, der in den eisigen Wintermonaten noch mangels Masse mit Streugut geizen musste, steckt jetzt in einer anderen Bredouille. Von Marcus Reinsch

Die nach der Schneeschmelze zum Vorschein gekommenen körnigen Überreste des Kampfes gegen Glätte müssen beseitigt werden. Denn allein zwischen Weihnachten und Mitte Februar hatte der ESO weit mehr als 600 Tonnen Splitt auf Fahrbahnen und Gehwegen verteilt. Den nun wieder einzusammeln, ist eine Mammutaufgabe.

Problem eins: Die Kehrfahrzeuge fassen nur eine bestimmte Menge, müssen bis zu dreimal häufiger als sonst zum Abladen aufs Betriebsgelände. Problem zwei: Der Splitt verstopft die Sinkkästen unter den Kanaldeckeln, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Und Problem drei: parkende Autos, um die Kehrmaschinen einen Bogen machen müssen.

Trotz der besonderen Lage verzichten ESO und Stadt auch in diesem Jahr darauf, Parkverbote zu erlassen, um öffentliche Flächen und Rinnsteine für die Reinigung frei zu halten. Das allerdings habe zur Folge, heißt es, dass häufig mehrere Tage oder sogar Wochen nicht jeder Bereich so gereinigt werden könne, wie es „der eigene Sauberkeitsanspruch eigentlich vorsieht“.

Um der Lage Herr zu werden, weite der ESO die Arbeitszeiten der Reinigungsteams aus und verstärke die Besenmannschaften auf den Gehwegen. Darüber hinaus seien Spezialfahrzeuge unterwegs, um die Sinkkästen zu leeren und den Abfluss von Regenwasser zu gewährleisten. Um Verständnis für Verzögerungen müsse trotzdem gebeten werden.

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