Redaktionsteam sucht nach Verstärkung

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Noch ist die junge Redaktion auf der Suche nach interessierten Schülerinnen und Schülern, die mitarbeiten wollen. Von links: Carolin Siech, Eva Steinbrecher, Jürgen Holland, Melanie Helwig und Fabienne Fleischhacker.

Offenbach - Die erste Ausgabe ist ein dünnes Heftchen. „RK-times-S“ steht auf dem knallgelben Titelblatt. Ob Erscheinungsbild und Format so bleiben sollen, steht noch nicht fest. Von Simone Weil

Mit dem Schülerzeitungsheftchen im DIN-A5-Format will das bislang ausschließlich weibliche Redaktionsteam erst einmal auf die Neuerung aufmerksam machen und engagierte Mitstreiter gewinnen: Dafür haben sich die jungen Zeitungsmacher immerhin die großen „Times“ in aller Welt zum Namensvetter gewählt.

Die Idee, eine neue Schülerzeitung an der Rudolf-Koch-Schule (RKS) aus der Taufe zu heben, haben zwei ehemalige Schüler ausgeheckt: Andreas Winkel, Redakteur beim Hessischen Rundfunk/hr1 und Felix Holland, freier Journalist. Den beiden fiel vor geraumer Zeit beim Besuch eines Schulfest ein Blatt in die Hände, „das nicht lesbar war“, wie Holland sagte. So entstand die Idee, an ihrer früheren Schule wieder ein selbstverantwortetes Schülerblatt zu installieren. Immerhin gab es eine lange Zeitungstradition: „Die ,Pauke‘ sorgte an der RKS für ihre ersten Schläge, später sorgte der ,Ventilator‘ für frischen Wind unter Schülern und Lehrern“, so Winkel.

Beim Ventilator lernten auch die beiden Mentoren des aktuellen Projektes die ersten journalistischen Schritte. Das in vielen Berufsjahren erworbene Wissen soll nun dem journalistischen Nachwuchs zugute kommen. Winkel und Holland starteten auf der Suche nach interessierten Schülern einen Aufruf, und stellten ihre Idee vor.

Frauen in der Überzahl

Beim ersten Treffen tauchte kein einziger Junge auf: Ausschließlich junge Frauen fanden trotz Notendruck und zahlreicher privater Termine noch Zeit für solch ein Projekt. Holland: „Manche Schüler haben einen Terminplan wie ein Industriemanager.“

Die beiden ehemaligen RKS-Schüler machten die Anfänger mit verschiedenen journalistischen Textsorten wie Nachricht, Kommentar und Glosse bekannt. Außerdem sprachen sie über Grundsätzliches: Was ist ein Thema und wie findet man eine Geschichte?

Wir wollen vor allem unser Redaktionsteam vergrößern“, wünscht sich Eva Steinbrecher (17), die erste Schreiberfahrungen schon beim „Maulwurf“ gesammelt hat, der Schillerschulzeitung. Wie ihre Freundin Melanie Helwig (17), die ebenfalls das erste Jahr auf dem Gymnasium ist, will sie mit der „RK-time-S“ auch den „Wohlfühlfaktor“ an der neuen Schule erhöhen. Helwig: „Die Schule braucht Pepp.“

Das angepeilte Ziel, alle sechs Monate eine frische Ausgabe vorlegen zu können, scheint vernünftig gesteckt zu sein. „Jeden Monat wäre viel zu stressig“, meint Eva Steinbrecher. Sie hofft, dass die Arbeitsgruppe gut per E-Mail kommunizieren kann und allzu häufige Treffen gar nicht notwendig sind. Als künftige Themen sind bereits ins Auge gefasst: Freizeitmöglichkeiten und Auslandsaufenthalte.

Die beiden Initiatoren wollen das Projekt lediglich betreuen, die Zeitung aber nicht selbst machen. Holland wünscht sich, dass Ereignisse aus dem Schulleben kritisch beleuchtet werden. „Die Schülerzeitung sollte verschiedene Sichtweisen widerspiegeln, die zu einer lebendigen Diskussion um das Blatt führen.“

P Schüler, die mitmachen wollen, melden sich unter: RKTimeS-Redaktion@web.de

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