Große Gewinner sind Offenbach und Hanau

Region zieht immer mehr Menschen an

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Offenbach - Die hessische Bevölkerung wird in den nächsten 15 Jahren vor allem im Rhein-Main-Gebiet wachsen – aber auch immer älter werden. Die Kommunen müssen sich auf deutlich mehr Pflegebedürftige Menschen einstellen.

Wie die jüngste Bevölkerungsprognose der Gütersloher Bertelsmann Stiftung ergeben hat, werden im Jahr 2030 in Hessen 6,1 Millionen Menschen leben, das sind 1,8 Prozent mehr als noch im Jahr 2012. Freilich konzentriert sich das Wachstum auf das Rhein-Main-Gebiet, während Nordhessen deutlich an Einwohnern verliert. Deutlich zulegen wird der Studie zufolge bis 2030 etwa die Stadt Offenbach, und zwar um 6,3 Prozent oder 3 150 Menschen. Der Kreis Offenbach gewinnt demnach 3,6 Prozent oder 6 000 Einwohner, Hanau wächst um 5,9 Prozent (2 810), der Kreis Darmstadt-Dieburg noch um 2,6 Prozent (3 370).

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Größter Gewinner im Kreis Offenbach und auch hessenweit an der Spitze ist Egelsbach, dem die Bertelsmänner einen Zuwachs von 13,2 Prozent vorhersagen. 12.520 Menschen leben demnach 2030 in der Gemeinde im Südwestzipfel des Kreises; derzeit sind es 11.700. Doch die Bevölkerung wird auch immer älter. 2030 werde die Hälfte der Hessen älter als 47,3 Jahre sein. Dieses sogenannte Medianalter betrug 2012 noch 44,8. Die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre steigt der Studie zufolge in den nächsten 15 Jahren von 314.820 um satte 50 Prozent auf 472.210. Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung erklärte: „Mit dem Anstieg dieser Altersgruppe vergrößert sich auch der Unterstützungs- und Pflegebedarf in den Kommunen. Es droht die Gefahr von Versorgungslücken durch zu wenige Pflegekräfte.“

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