Feuerwehr löschte heftigen Brand in der Bachstraße.

Rettender Sprung in den Hof

Offenbach (tk) ‐ Acht im Krankenhaus versorgte Menschen notiert die Berufsfeuerwehr nach einem Brand, den sie gestern in der Bachstraße löschte.

Bei den meisten der im Ketteler-Krankenhaus und der Kinderklinik behandelten Opfern besteht der Verdacht auf eine Vergiftung durch Rauchgase - darunter ist ein zweijähriges Mädchen, das von seiner schwangeren Mutter begleitet wurde. Bei einem Mann musste andersartige Blessuren versorgt werden: Der Inhaber der Wohnung im ersten Obergeschoss, in der das Feuer ausgebrochen war, hatte sich durch einen Sprung aus dem Fenster in den Hof vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Vom Rettungsdienst musste er ins Krankenhaus transportiert werden, der 39-Jährige hat Verbrennungen an den Händen und sich durch den Sprung Verletzungen an den Beinen zugezogen.

Es war 3 Uhr, als der Brand in dem fünfstöckigen Wohnhaus Bachstraße 7 ausbrach. Bei Feuerwehr und Polizei gingen mehr als 27 Anrufe von Anwohnern ein. Für die kurz danach eintreffenden Feuerwehrleute war auf einem Balkon Feuerschein sichtbar. Rauch breitete sich im Haus aus, zog in die angrenzenden und darüber liegenden Wohnungen. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrmänner bekämpften das offene Feuer in der Küche, weitere Trupps kontrollierten die angrenzenden Wohnungen und räumten das Gebäude. Eine von der Hitze beschädigte Gasleitung musste von der Mainova abgeschaltet werden. Nach Abschluss der Löscharbeiten machte sich die Polizei auf die Suche nach der Brandursache. Der Sachschaden wird auf 100 000 Euro geschätzt. Tätig waren 34 Feuerwehrleute, neun Angehörige des Rettungsdienstes sowie zwei Polizisten.

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