Werkstatt soll weitergeführt werden

Rettung für Ausbildung der GOAB in Sicht

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Die Fahrradwerkstatt als Teil der Ausbildungswerkstatt.

Offenbach - Für die hoch gelobte Ausbildungswerkstatt der insolventen Gemeinnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (GOAB) ist eine Rettung in Sicht.

Der extra zu diesem Zweck gegründete gemeinnützige „Verein für technische Berufsausbildung Offenbach“ (VTBO) beabsichtigt, die renommierte Werkstatt zu übernehmen und mit bewährtem Konzept weiterzuführen. Offenbach bliebe so seine Berufsbildungsstätte für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf erhalten, teilte die Stadt gestern mit. Für acht Mitarbeiter und 55 Auszubildende und Umschüler soll es durch diese Lösung auch nach der Insolvenz der GOAB weitergehen.

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Der rettende Verein wurde am vergangenen Freitag in den Räumen der Ausbildungswerkstatt gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Ausbilder und der Betriebslehrer der Werkstatt. Auch der bisherige Geschäftsführer der GOAB, Jürgen Schomburg, wird dem Verein mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Der Jurist Christian Netzel sowie der ehemalige Geschäftsführer des Rhein-Main-Jobcenters Frankfurt, Hellmut Kleinschmidt, werden den Verein ehrenamtlich unterstützen. Zum Vorsitzenden wurde der Lehrer Michael Maier gewählt. Durch die Meister Guido Amsel, Jürgen Behm und Robert Lützenkirchen sind alle Betriebsabteilungen der Werkstatt im Vorstand vertreten.

Neu gegründeter Verein übernimmt

„Ich freue mich sehr für die Mitarbeiter der Ausbildungswerkstatt und vor allem natürlich für die Azubis und Umschüler. Die Lösung gibt den jungen Leuten die ersehnte Sicherheit, ihre Ausbildung oder Umschulung ohne Angst um die Ausbildungswerkstatt beenden zu können“, sagt Insolvenzverwalterin Petra Heidenfelder. Die seit mehr als 30 Jahren existierende Ausbildungswerkstatt hat hunderten jungen Menschen durch eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, Zerspanungs-, Zweirad- oder Industriemechaniker sowie zum Metallbauer eine Perspektive geben können.

Insolvenzverwalterin Heidenfelder wird dem neuen Verein finanziell einen gleitenden Übergang ermöglichen. Sie hat sich kurzfristig um Bürgschaften, Sponsoren und auch Hilfen von der Stadt Offenbach gekümmert. „Weitere Unterstützer und Sponsoren sind willkommen“, sagt sie.

mad

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