Rettungshubschrauber sorgt für Aufsehen

„Ein schöner Landeplatz“

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Nach dem Einsatz in Offenbach (von links): Pilot Carsten Herrmann, der diensthabende Notarzt und der Rettungsassistent Thomas Kalkus vor dem Rettungshubschrauber Christoph 2.

Offenbach - Da staunten viele Offenbacher gar nicht schlecht, als heute gegen 10.30 Uhr ein orangener Hubschrauber in niedriger Höhe über die Waldstraße flog und schließlich an der Kreuzung Odenwaldring landete.

Christoph 2, der Rettungshubschrauber des Bundesinnenministeriums, der an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt stationiert ist, war zu einem Notfall gerufen worden.

„Wenn es bei schweren Fällen besonders schnell gehen muss, bringen wir den Notarzt“, sagt Pilot Carsten Herrmann, der der Bundespolizei angehört. Heute war eine ältere Frau in ihrer Wohnung am Odenwaldring gestürzt. Die Freifläche an der Kreuzung sei „ein sehr guter Landeplatz“, lobt Herrmann.

„Einen Hubschrauber habe ich noch nie landen sehen“

Der 40-jährige Helikopter vom Typ Eurocopter lockt Schaulustige an, einige machen Fotos. „Ich bin hier aufgewachsen und lebe immer noch in der Nähe, aber einen Hubschrauber habe ich noch nie landen sehen“, staunt eine Frau.

Christoph 2 ist in weniger als zwei Minuten einsatzbereit und fliegt in einem Radius von 60 Kilometern in größter Geschwindigkeit zum Patienten – ohne Staugefahr. An Bord ist alle notwendige medizinische Ausstattung. Der schnelle Notarzteinsatz kann über Leben und Tod entscheiden. Ernst klang der Anruf heute aus Offenbach. „Wir waren in einer Minute da“, berichtet der Pilot.

Dem grauen Winterhimmel entgegen

Nach seiner Rückkehr zum Helikopter gibt Rettungsassistent Thomas Kalkus Entwarnung. „Der Einsatz war doch nicht so schwerwiegend, wie er sich zunächst angehört hat.“ Der Frau gehe es den Umständen entsprechend gut, sie sei bereits ins Krankenhaus gebracht worden. Und schon schweben die Retter wieder dem grauen Winterhimmel über Offenbach entgegen.

vs

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