Terrorgefahr und Suche nach Einbrechern

Polizei verstärkt die Kontrollen in der Region

Offenbach - Mehr Kontrollen auf den Straßen, verstärkte Polizeipräsenz am Frankfurter Flughafen – die Lage in Rhein-Main bleibt angespannt. Nach dem Terroranschlag in Brüssel und mit Blick auf Meldungen über Einbrecherbanden wollen die Beamten mehr Präsenz zeigen.

Autofahrer in Offenbach und der gesamten Region tun in diesen Tagen gut daran, stets korrekte Fahrzeugpapiere und Führerschein mitzuführen und auch beim Alkoholkonsum vorsichtig zu sein. Die Polizei im Dienstbezirk Südosthessen erhöht den Fahndungsdruck nach Straftätern jeder Art erheblich. Spürbar war dies in den vergangenen Tagen bei zahlreichen Kontrollen im Stadtgebiet, zum Beispiel am Bieberer Berg sowie am Kaiserleikreisel.

„Ausgelöst wurden unsere verstärkten Überwachungsmaßnahmen durch die Terror-Anschläge im November 2015 in Frankreich und am 22. März in Brüssel. Aber auch die dunkle Jahreszeit mit den zunehmenden Einbrüchen in Häuser und Wohnungen hat dazu beigetragen, dass wir die Zahl der Kontrollen in unserem gesamten Zuständigkeitsbereich gesteigert haben“, so Polizeisprecher Henry Faltin gestern. Die Überwachungsdichte werde hoch bleiben.

Rechnen müssen die Autofahrer mit sogenannten „geplanten, themenbezogenen Großkontrollen“. Dabei sind jeweils Einsatzkräfte der Polizei, spezielle Ermittlungsexperten, Bereitschaftspolizei, Zoll oder auch TÜV im oberen zweistelligen Bereich beteiligt. Ziele können der Reisebus- und Güterverkehr, Drogenkuriere, alkoholisierte Fahrer, Einbrecherbanden oder auch andere reisende Straftäter – und hier natürlich auch Terrorverdächtige – sein. Bei den kleineren Kontrollen, die ebenfalls im gesamten Dienstbezirk des Polizeipräsidiums an der Tagesordnung bleiben werden, setzt die Polizei je nach aktueller Einsatzlage mehr oder weniger spontan drei bis vier Streifenwagen-Besatzungen für eine Straßensperre ein.

Für den Bund der Kriminalbeamten (BDK) liegt die Einbruchskriminalität im wesentlichen in der Hand weniger großer Banden. Der BDK-Vorsitzende André Schulz (45) sagte laut Medienangaben, für einen Großteil der Einbrüche in Deutschland seien hochmobile, reisende Tätergruppen verantwortlich. In vielen Fällen stecke „die georgische Mafia“ dahinter. Eine erhebliche Anzahl von Straftaten geht laut BDK-Chef Schulz aber auch auf Täter aus dem Westbalkan und den Maghreb-Staaten zurück.

Unterdessen sorgt ein neues Drohvideo der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), das auch Außenaufnahmen des Frankfurter Flughafens zeigt, bei hessischen Sicherheitsbehörden für Aufsehen. In dem Internetvideo, das der Hessische Rundfunk in Ausschnitten gezeigt hat, sind vor allem Bilder aus Medienberichten über die Bombenanschläge von Brüssel zu sehen. Zu Beginn des Drohvideos finden sich zudem einige Sekunden lang Filmaufnahmen, die den Einfahrtsbereich vor dem Frankfurter Flughafen zeigen. (mic/afp/psh)

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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