Ein Quartier im Quartier

Richtfest am Hafen: „Marina Gardens“ mit 198 Wohnungen in 14 Gebäuden

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Die „Marina Gardens“ liegen zwischen dem Spielplatz am Gutsche-Park und Nordring. 

Offenbach - Ein weiterer Meilenstein in der Bebauung des Hafengebiets ist erreicht: In den „Marina Gardens“, zwischen Nordring und Gutsche-Park unweit des Blauen Krans gelegen, wurde gestern Richtfest gefeiert. Von Veronika Schade

Die Projektverantwortlichen (von links): Daniela Matha, Achim Nagel, Moritz Eversmann und Lorenz Nagel. Davor steht Oberbauleiter Mohammad Reza Poorhossaini.

Das Ensemble besteht aus 14 Häusern mit 198 Eigentums- und Mietwohnungen sowie Gastronomie und Gewerbeflächen. Die ersten Bewohner ziehen im Frühjahr 2019 ein.
Für eine Investitionssumme von 75 Millionen Euro entsteht mit den „Marina Gardens“ ein Quartier im Quartier: Vier Hafenhäuser mit 69 Eigentumswohnungen in der ersten Reihe der Wohnanlage mit jeweils fünf Geschossen und einem Staffelgeschoss. Sechs zweigeschossige „Town-Houses“ zwischen den Hafenhäusern, die vor allem Familien ansprechen sollen, die trotz Wohnens in der Stadt nicht aufs eigene Haus verzichten wollen. Und schließlich zum Nordring hin vier Häuser mit 123 Mietwohnungen, im Untergeschoss mit kleinteiligen Gewerbeflächen sowie Gastronomie. Dazwischen ist viel Grün vorgesehen mit Gärten, bepflanzten Höfen und Dächern.

Das ist im Moment freilich noch schwer vorstellbar, dominieren noch das Rohbau-Grau, Baustaub und -lärm. Gestern Vormittag aber wird eine kleine Verschnaufpause in dem nun fertigen Rohbau eingelegt, denn es ist Richtfest. Zahlreiche künftige Bewohner nutzen die Gelegenheit, die Baustelle zu besuchen und Fotos fürs Familien-Erinnerungsalbum zu schießen. Und den Worten der Bauherren und Projektverantwortlichen zu lauschen, die sich rundum zufrieden zeigen. Die Arbeiten auf der, wie mehrfach betont wird, bisher unfallfreien Baustelle liegen im Zeitplan. „Im Mai nächsten Jahres können wir die ersten Wohnungen an die Käufer übergeben, die Mietwohnungen dann zum Ende des Jahres“, sagt Achim Nagel, Geschäftsführer der für das Projekt verantwortlichen Firma Primus Developments aus Hamburg, der eigens nach Offenbach anreiste.

Für Daniela Matha, Chefin der Offenbacher Projektgesellschaft (OPG), ist ein solcher Termin zwar längst Routine – aber doch immer wieder erfreulich. Bereits seit 2001 ist sie mit der Entwicklung des neuen Hafenquartiers betraut, nahm an vielen Spatenstichen und Richtfesten teil. Dieses Projekt begleitet sie seit vier Jahren, seit es als Gewinner aus einem Investorenauswahlverfahren hervorging. „Wir haben viel zusammengesessen, Ideen ausgebrütet, gemeinsam überlegt.“ Mit dem Ziel, „Lebenswerte Orte für neue und alte Offenbacher zu schaffen“. Nicht allen Investoren gelinge es, so räumt sie überraschend ein, „das so umzusetzen wie versprochen“. Doch bei diesem Bauvorhaben sei sie zuversichtlich, dass es zu einem Stück Stadt werde, das die Menschen gut annehmen. „Und kein luftleerer Raum.“

Bauprojekte im Hafenviertel: Eine Übersicht in Bildern

Oberbauleiter Mohammad Reza Poorhossaini richtet bei seiner Rede den Blick auf diejenigen, ohne die jedes noch so vielversprechende Projekt zum Scheitern verurteilt wäre: die Bauarbeiter. „170 Handwerker haben 1800 Lkw-Ladungen voll Beton und 900 Sattelzüge Stahl verarbeitet.“ In diesem Rekordsommer hätten Temperaturen von bis zu 45, gar 50 Grad auf der Baustelle geherrscht. „Sie machen ihre Arbeit im Schweiße ihres Angesichts, im wahrsten Sinne des Wortes.“ Dafür dankt er ihnen gleich in mehreren Sprachen.

Die 123 Mietwohnungen werden Ende 2019 an die Hanse Merkur Grundvermögen übergeben, die damit für ihre Vermietung zuständig sein wird. Den Großteil bilden Ein- und Zwei-Zimmerwohnungen mit 30 bis 65 Quadratmetern, deren Zielgruppe vor allem Singles und Pendler sind. Dass die „Marina Gardens“ zu einem beliebten Wohnstandort werden, steht für Moritz Eversmann, Geschäftsführer des Finanzierungspartners Vivum, außer Frage. „Nahezu 95 Prozent der Eigentumswohnungen sind bereits verkauft.“

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