Nachbarn bebauen das MAN-Areal

Frankfurter Richtfest

Offenbach - Als Beleg für den Zusammenhalt der Metropolregion würdigte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann gestern den Bau von 172 Wohnungen in Offenbach.

„Wir können die Dynamik der Metropolregion nur entfalten, wenn alle sich dafür verantwortlich sehen“, hob er beim Richtfest im Senefelderquartier hervor. Die Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG baut die Häuser, in die auch Hilfsempfänger einziehen sollen.

„Dieses Projekt ist ein Meilenstein für interkommunale Zusammenarbeit“, meinte Offenbachs OB Horst Schneider: „So wachsen die Nachbarstädte weiter zusammen.“ Damit lasse sich Druck vom Wohnungsmarkt nehmen. „Diese Wohnungen helfen uns angesichts des in allen Kommunen der Rhein-Main-Region verbreiteten Mangels“, betonte ABG-Geschäftsführer Frank Junker. Auf dem früheren MAN-Gelände an der Christian-Pleß-Straße entstehen 172 Wohnungen.

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Feldmann sagte: „Viele reden über die Bedeutung der Metropolregion in Europa – wir erfüllen sie mit täglichem Leben.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Schneider lobte er die zunehmende Zusammenarbeit der benachbarten Kommunen, die sich bei diesem Projekt erfolgreich fortgesetzt habe.

Nach dem Bau der Hafenzeile „freuen wir uns, dass die ABG sich weiter in Offenbach engagiert“, ergänzte Schneider. Der Wohnungsbau tue der Stadt gut, und die Region habe etwas davon.

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Nach 178 frei finanzierten Mietwohnungen auf der Hafeninsel macht die ABG in Offenbach den nächsten städtebaulichen Anfang für ein neues, urbanes Quartier. 122 Wohnungen entstehen frei finanziert; 50 Einheiten, von den Städten Frankfurt und Offenbach sowie vom Land Hessen gefördert, stehen Mietparteien zur Verfügung, deren Einkommen unterhalb der gesetzlich definierten Grenzen liegt. Mit Mitteln des Landes bauen die Frankfurter davon 32, die Offenbacher 18 Wohnungen. Alle werden im Passivhaus-Standard errichtet, daher fallen geringe Heizkosten an.

Baubeginn war im August 2014. Fertig werden sollen die Wohnungen samt 99 Tiefgaragenplätzen und 21 oberirdischen Pkw-Stellflächen im November 2016. Die Baukosten belaufen sich auf gut 41 Millionen Euro. (mt)

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