Ring-Center feiert 15. Geburtstag

Saturn wird auf Pro Markt folgen

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Ein echter Kundenmagnet ist das Ring-Center mit seinen 36 Fachgeschäften.

Offenbach - Wenn das kein Kracher zum 15. Geburtstag ist! Noch in diesem Jahr wird mit Saturn ein neuer Partner für Unterhaltungselektronik im Ring-Center einziehen und damit neben der Innenstadtfiliale ein zweites Mal in Offenbach vertreten sein.

Damit wird auf der ehemaligen Pro-Markt-Fläche das Thema Technik Einzug halten. Center-Manager Michael Relic : „Man darf nicht vergessen, dass nach 15 Jahren die Kunden eine gewisse Erwartungshaltung an die Angebots-Struktur des Centers haben. Außerdem ist im klassischen Fachmarktkonzept die Unterhaltungselektronik traditionell integriert, und das Flächenangebot in unserem Center war vorhanden.“ Relic setzt auf den neuen Frequenzbringer: „Wir haben sehr viele Stammkunden, die jetzt schon bis zu viermal pro Woche bei uns einkaufen kommen. Eine Neueröffnung ist aber immer ein zusätzlicher Magnet.“

15 Jahre sind vergangen, seit auf dem ehemaligen, 70.000 Quadratmeter großen Stahlbau-Lavis-Gelände das heutige Ring-Center mit seinen 27 Fachmärkten und Geschäften auf knapp 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche startete. Im Lauf der Jahre wurde immer wieder modernisiert, Verkaufsfläche optimiert und Angebote aktualisiert oder vervielfacht. Als Beleg mag die Errichtung eines zweistöckigen Erweiterungsbaus dienen, der seit 2012 an der Ecke Odenwaldring/Senefelderstraße dem Center 6000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche bietet.

Stimmige Mischung

Die Mischung scheint zu stimmen. Anders ließe sich die stattliche Zahl von mehr als vier Millionen Besuchern im Jahr wohl kaum deuten. Außerdem dürften 1200 kostenlose Pkw-Stellplätze und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verlockend sein.

Die anfängliche Zahl von 27 Fachgeschäften hat sich auf zuletzt 36 erhöht. Die Nachfrage von Mietinteressenten sei ungleich höher, so Relic. „Bei Miet-Anfragen denke ich immer einen Schritt weiter. Wenn damit unsere Sortimentsstruktur verfeinert werden kann, sind für mich auch bauliche Maßnahmen grundsätzlich nicht ausgeschlossen.“ Momentan freue man sich, dass man mit Rewe einen starken Partner im Lebensmittelsektor hat.

Neben dem klassischen Angebot ist die Center-Verwaltung auch Innovationen gegenüber aufgeschlossen. Relic: „Die Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Facebook haben wir schon lange aufgenommen. Momentan prüfen wir gerade die Entwicklung einer Einkaufs-App, und ein Relaunch der Center-Homepage steht auf der Agenda. Außerdem soll eine kostenlose Nutzung von WLAN im Ring-Center möglich sein. Der Zeitraum bis zur Realisierung ist überschaubar.“

Das Ring-Center hat sich in den letzten 15 Jahren nicht nur um sich selbst gekümmert. Über den eigenen Tellerrand hinausschauend, hat man sich vor allem immer dort engagiert, wo Unterstützung gebraucht wurde, an Ort und Stelle. „Wir versuchen ganz bewusst hier zu unterstützen. Wir stehen in und für Offenbach“, so Relic.

Mieteinnahmen vom Trödelmarkt werden komplett gespendet

Was man neben dem Engagement und dem Willen zu helfen allerdings unabdinglich benötigt, ist Geld. „Wir versuchen vielseitig und gerecht zu unterstützen. Alle Einnahmen, die wir durch zusätzliche Vermietungen oder die Vermarktung von Werbeflächen einnehmen, gehen ohne jegliche Abzüge in Projekte, die wir von der Idee in Konzept und Umsetzung mittragen können.“ Relic stellt klar, dass diese Vermietungen an Gewerbetreibende wie zum Beispiel auch an den Betreiber des Flohmarkts kein Selbstzweck seien. „Man mag über den Trödelmarkt auf dem Parkplatz geteilter Meinung sein. Doch sollte man wissen: Die Einnahmen aus der Vermietung der Flächen werden zu 100 Prozent für soziale, sportliche oder auch karitative Projekte in Offenbach verwendet.“

Zur Kritik am Verkehrsaufkommen sagt Relic, die freiwilligen Maßnahmen, die mit dem Veranstalter getragen würden, wie zum Beispiel der Ordnungsdienst, Absperrungen, Reinigungsdienst oder kostenloser Busshuttle, seien bei Veranstaltungen dieser Art in Offenbach beispiellos. Man übernehme selbstverständlich Verantwortung; sogar wenn es über den gesetzmäßig vorgeschriebenen Verantwortungsbereich hinausgehe.

Mit Veranstaltungen, Sicherheitskonzepten und deren Umsetzung – gern auch in einer Nummer größer – sind Relic und sein Team mittlerweile vertraut. „Wir haben schon viele schöne Ereignisse bei uns veranstaltet. Mir ist wichtig, solche Projekte zu realisieren, ohne Eintrittsgelder erheben zu müssen. Wenn das Ring-Center einlädt, dann soll jeder mitfeiern können.“

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2009 wagte man sich mit dem Mega-Event zum Zehn-Jahre-Jubiläum erstmals auf dieses Terrain. Eine Unzahl an Aktionen mit dem Höhepunkt eines Freilichtkonzerts von Queensberry und ein 15-minütiges, musikuntermaltes Feuerwerk haben damals mehr als 40.000 Leute genossen. Im Jahr darauf gab es in Kooperation mit Hyundai ein Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Ein Teil des Parkplatzes wurde kurzerhand zur riesigen WM-Arena umfunktioniert. 2011 und 2012 wurden auf dem Parkplatz 350 Tonnen Sand für das Hessenfinale im Beachvolleyball aufgeschüttet. Der Sand wurde nach der Veranstaltung an umliegende Kindergärten und Beachvolleyballplätze der Stadt verschenkt.

Und der 15. Geburtstag am verkaufsoffenen 3. Oktober soll mit Aktionen, Rabatten und jeder Menge guter Unterhaltung auf zwei Showbühnen sowie einer Tombola mit attraktiven Preisen gefeiert werden. Auch an den Spaß für den Nachwuchs wurde gedacht. J fp

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