Mit Rittern und Mägden in die Taverne

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Der Offenbacher Mittelaltermarkt versetzt alljährlich zwischen 6.000 und 10.000 Besucher in die Epoche der Karolinger, Staufer und Ottonen.

Offenbach - Mittelalter satt an über 100 Ständen. Schmiede, ein Knoppmacher (Knopfmacher), Münzschneider, Schuhmacher und Kerzenzieher, Mägde, Ritter, Burgfräulein und Knappen. Von Denis Düttmann

Der Offenbacher Mittelaltermarkt versetzt alljährlich zwischen 6.000 und 10.000 Besucher in die Epoche der Karolinger, Staufer und Ottonen.

„Langsam und gleichmäßig durchziehen, kurz die Luft anhalten und zielen“, erklärt der Bogenmeister und korrigiert die Schusshaltung seines Eleven. Der Junge tut wie ihm geheißen, lässt die Sehne los und der Pfeil surrt schnurgerade auf die Zielscheibe aus Stroh zu. Kein Volltreffer, aber immerhin. Der junge Bogenschütze übt noch ein wenig weiter, bis ihm schließlich ein Blattschuss gelingt.

Kunsthandwerk, Gastronomie und Unterhaltung

Beim Mittelaltermarkt im Schlosspark Rumpenheim wird die Zeit der edlen Ritter und holden Burgfräuleins, der derben Landsknechte und weisen Hexen wieder lebendig. An über 100 Ständen können die Besucher am Wochenende in den Auslagen der Marketender stöbern: Aufwändige Gewänder und schlichte Töpferware, historischer Schmuck und traditionell gefertigte Lederwaren locken die Kunden an die Hütten und Zelte. Neben der Schlosskirche duftet es nach Knoblauch-Brot und Schmandtaschen, die Wirte schenken süffiges Bier in grobe Steingut-Humpen aus und die fahrenden Musiker von „Koboldix“ spielen zum Tanz auf.

„Wir wollen den Gästen eine gute Mischung aus Kunsthandwerk, Gastronomie und Unterhaltung bieten“, sagt Organisator Günter Doll. „Jedes Jahr laden wir neue Gruppen und Beschicker ein, damit es nie langweilig wird.“ Mit diesem Konzept hat die städtische Kultur- und Sportverwaltung über die Jahre hinweg eine äußerst treue Fangemeinde gewonnen – über 10 000 Besucher schlendern nun jährlich zwischen den Ständen umher und genießen das mittelalterliche Markttreiben.

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