Rohland & more in der Insolvenz

Offenbach (ku) - Das Medienunternehmen Rohland & more mit Sitz in Offenbach ist in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Anfang Juli sei der vorläufige Insolvenzantrag gestellt worden, bestätigte Geschäftsführer Robert Skazel unserer Zeitung.

„Aufgrund der guten Weiterführungsmöglichkeiten“ befinde sich die Firma mit 27 Mitarbeitern und vier Auszubildenden seit Ende August in der Regelinsolvenz, berichtete Betriebsleiter Ralph Hofmann. Von einer schwierigen Branche sprach Frank Bassermann, Rechtsanwalt beim Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Es gebe Investoren, die sich für das Unternehmen interessieren, erklärte Skazel weiter. Er rechnet damit, dass diese oder nächste Woche eine Entscheidung fällt. „Wir führen Gespräche“, sagte Bassermann. „Es gibt einen Silberstreif am Horizont. “ Skazel berichtete, Rohland & more habe gut zu tun. „Unter den verschärften Bedingungen einer Insolvenz kann man das positiv sehen. “ Die Zukunft der Firma hänge davon ab, ob die Kunden dem Unternehmen die Treue halten, erklärte Bassermann. „Das ist bis jetzt der Fall. “.

„Branche unterliegt starkem Wandel“

Rohland & more beschäftigt sich unter anderem mit der Verarbeitung von Bilddaten. Viele Kunden seien in der Automobilindustrie, sagte Hofmann. Sie kommen aber auch aus der Reise- und Bankenbranche.

Skazel sagte zu den Gründen für die Insolvenz, dass die Branche einem sehr starken Wandel unterliege. Dies sei ein schwieriger und langwieriger Prozess. Künftig müssten die Bilddaten nicht nur für Druckprodukte, sondern für verschiedene Medien aufbereitet werden. Zudem habe Rohland & more Kunden verloren. Das habe zu starken Umsatzeinbrüchen geführt.

Rubriklistenbild: © dpa

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