Organisator stellt die Haftungsfrage

Auch Rotarier gegen Eintritt fürs Lichterfest

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Offenbach - Der Rotary-Club Offenbach reiht sich ein in die Phalanx derjenigen, die gegen ein Eintrittsgeld fürs Lichterfest protestieren. In einem offenen Brief an den Magistrat fordert Präsident Steffen Schroth den Magistrat auf, die Pläne zu überdenken.

Wie berichtet, soll ein Obolus von zwei Euro pro Kopf (Abendkasse drei) die Zahl der Besucher steuern und sich aus einem Sicherheitskonzept ergebende Maßnahmen finanzieren. Für die Rotarier ist das nicht zu akzeptieren. Es habe sich bislang bewährt, dass alle Bürger, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten, hätten teilnehmen können. Das Lichterfest lebe auch von der Spontanität seiner Besucher. „Gibt es nicht auch andere Möglichkeiten, den (neuen?) Anforderungen Rechnung zu tragen, als die bisher kommunizierten Maßnahmen?“, fragt Schroth, der der Stadt vorwirft, eine neue Einnahmequelle erschließen zu wollen.

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Besucherzahl begrenzt und Eintritt fällig

Mit den geplanten Änderungen werde der Charakter als Veranstaltung der Musik- und Begegnungskultur zugunsten eines kommerziellen Richtungswechsels verändert, finden die Rotarier. Mit den neuen Plänen werde das Ehrenamt brüskiert, der Besucher demotiviert und der Stadt ein Imageschaden zugefügt: „Damit wird exakt das Gegenteil dessen erreicht, was das Lichterfest leisten soll.“ Die Organisation erwartet auch, dass sie an ihrem Verpflegungsstand weniger einnehmen wird und anschließend weniger helfen kann. Steffen Schroth: „Das Lichterfest fußt im Wesentlichen auf zwei Säulen: dem ehrenamtlichen Engagement unzahliger Institutionen und hunderter Freiwilliger und dem ungehinderten Zugang für alle Bürger.“

Lichterfest im Büsingpark

Lichterfest im Büsingpark

Organisator Matthias Müller sieht indes keine Alternative zu den Veränderungen: „Ich bin aber gerne bereit, mir anzuhören, auf welche der gesetzlich vorgeschriebenen Dinge im Sicherheitskonzept wir verzichten sollen. Dann muss aber auch jemand an meiner Statt die volle Haftung übernehmen, falls was passiert.“

tk

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