An drei Kunststudenten der HfG

Rotary-Club vergibt Stipendien

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Freuten sich gemeinsam (von links): RC-Präsident Jürgen Rother, Marco Poblete Young, HfG-Präsident Professor Bernd Kracke, Lisa Hopf, Marianne Loehr (HfG), Yoosun Kim, Professor Heiner Blum (HfG) sowie Dr. Erik von Knorre (Vorstand Rotarier).

offenbach - Wie vielfältig Kunst sein kann, zeigten drei Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG). Von Sebastian Schwarz

Für ihre außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen wurden die Österreicherin Lisa Hopf, die Koreanerin Yoosun Kim und der Spanier Marco Poblete Young mit einem Stipendium des Rotary-Clubs Offenbach belohnt. „Die Arbeiten der Drei sprechen für eine sehr kreative Art des künstlerischen Ausdrucks“, zeigte sich Rotary-Präsident Jürgen Rother beeindruckt. „Wir finden es toll, dass es so etwas in Offenbach gibt, und wollen das unterstützen.“ Das Stipendium hat einen Wert von jeweils 1000 Euro. Finanziert wird es vom Rotary-Club Offenbach gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Der Rotary-Club Offenbach ist in vielfältigen Projekten lokal, aber auch weltweit engagiert. Unter anderem fördert der RC behinderte Menschen, informiert Schüler über gesunde Kost, spendet für Ältere und Bedürftige, unterstützt den Denkmalschutz und engagiert sich für Künstler. Mehr Infos zu den vielfältigen Aktivitäten finden Interessenten auf den Internetseiten.

Hochschulpräsident Bernd Kracke dankte den Rotariern für ihre „nachhaltige Förderung, gerade der ausländischen Studenten“. Damit leisteten sie einen wertvollen Beitrag, den die Hochschule aus Bordmitteln nicht stemmen könne, so Kracke. Im Zuge der Verleihung gaben die jungen Künstler den Anwesenden einen spannenden Einblick in ihre Arbeiten. Grafikdesign und Experimentelle Raumkonzepte sind Studienschwerpunkt von Lisa Hopf. „Ich bewege mich gern im Raum“, erzählte die junge Frau. Eigentlich wollte sie Grafikerin werden. „Aber das hat sich schnell gelegt.“ Denn sie ist Bastlerin; etwas mit den eigenen Händen zu formen bereitet ihr die meiste Freude. So wie beispielsweise ihre Rauminstallation „Collustro“. Aus 700 Metern Kabel und 20 Leuchtstoffröhren formte Hopf einen Baum. „Ich wollte die Geborgenheit eines Gegenstandes technisch spürbar machen und sehen, wie Menschen damit umgehen“, erläuterte sie.

Installationen aus Holz

Bildhauerei und elektronische Medien stehen bei Yoosun Kim im Mittelpunkt. Mit einem besonderen Thema hat sie sich in ihrer Arbeit „The sense of time“ auseinandergesetzt: Individualität des Zeitgefühls. Wie nehmen wir die Zeit wahr? Wie beeinflusst die Anwesenheit anderer Menschen unsere eigene Zeitwahrnehmung?

Um das herauszufinden, hat die Koreanerin zahlreiche Menschen in verschiedenen Ländern auf der Straße angesprochen und gebeten, solange mit ihr zu reden, bis sie glaubten, eine Minute sei um. Die Ergebnisse hat Kim in einer Videoinstallation dokumentiert, in der die gefühlte Zeit der Gesprächspartner und die echte Zeit nebeneinander ablaufen.

Marco Poblete Young schafft am liebsten abstrakte, figurale oder funktionale Installationen aus Holz. An der Hochschule studiert der Spanier Experimentelle Raumkonzepte. „Ziel meiner Arbeiten ist, einen offenen Raum zu schaffen“, erklärte er. Dieser ist definiert durch die Höhe und den Boden. Wände und ein Dach kommen darin nicht vor. Wichtig ist dabei, was man von außen sieht. Wie man sich das vorstellen kann, zeigte Young mit einigen hölzernen Miniaturen seiner Installationen.

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