Ruhezone hinter Klippen

Offenbach - (tm) Angekündigt waren die Arbeiten am Mainufer für Anfang Februar, doch machte zunächst der Winter, dann Regen dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Jetzt wird unten am Fluss, jenseits des Damms, zwischen Karl- und Friedhofsstraße gerodet, gebaggert und geschaufelt. Ein Zaun entlang des Radweges wurde aufgestellt.

Zwischen Kulturgleis und Allessa-Gelände entstehen auf 550 Metern Länge vielfältig nutzbare Freiflächen mit Spiel- und Erholungsmöglichkeiten. „Ziel ist es, den Bereich so zu sanieren, dass er der lokalen wie regionalen Bedeutung gerecht wird“, sagt Christina Türk vom Referat Stadtgestaltung. Zwei Trassen sorgen künftig für Entzerrung: Der Radweg als Teil der Regionalparkroute und des Grünrings verläuft im hinteren Bereich, am Ufer lädt eine neu gestaltete Promenade zum Flanieren ein.

Am westlichen und östlichen Ende des Mainuferparks werden zwei Plätze angelegt, die sich auch für Sommergastronomie anbieten: „Wenn es ab Frühjahr Interessenten gibt, würde uns das freuen“, betont Türk. Auch an anderen Orten lässt es sich bald vortrefflich verweilen: Die kleinen Treppen zum Main werden zu Sitzterrassen erweitert, und große Natursteinblöcke direkt am Fluss, die „Offenbacher Klippen“, sollen „ein Ausruhen auf hohem Niveau“ ermöglichen.

Bis Juni müssen Fußgänger und Radfahrer mit Behinderungen rechnen. Sonnenanbeter sollten im Frühjahr einige Meter Main abwärts ziehen, denn es wird auf insgesamt 16 500 Quadratmeter gearbeitet. Die künftige Größe der Spiel- und Sportbereiche beträgt 1 200 Quadratmeter, die neuen Rasen- und Pflanzflächen sind 9 300 Quadratmeter groß und 6 000 Quadratmeter Wege werden umgebaut.

Viele Menschen, besonders aus der Innenstadt, verbringen ihre Freizeit am Main. Hier kann man joggen, radeln, faulenzen oder lesen. Gerade für Kinder ist der Fluss ein ideales Revier zum Spielen und Toben. Deshalb trägt das Projekt auch dem Bewegungsdrang der Kleinen Rechnung. Zwei vorhandene Spielplätze werden zu einem rund 600 Quadratmeter großen zusammengelegt, der auch zahlreiche Sportmöglichkeiten bietet. Als Kontrastprogramm bleiben große Rasenflächen zum Sonnen, Liegen oder Picknicken.

Die Umgestaltung des Ufers kostet 685 000 Euro. Der Eigenanteil für die Stadt liegt bei 30 Prozent. Den Restträgt die „Hessischen Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt“. Eine Eröffnungsfeier ist bereits in Planung.

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