Schülerköche im Bundesfinale

Drei Gänge fürs Finale

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Marie Ghanem, Ceyda Karacabag, Jennifer Schmidt und Jennifer Wenzel haben’s geschafft. Sie vertreten die Offenbacher Farben beim großen Bundesfinale der Nachwuchsköche.

Rumpenheim - Mit mehr Leichtigkeit für die Küche werben verschiedene Hersteller. Das passt aber auch auf die Rumpenheimer Schülerköche. Völlig ungezwungen hat’s das Quartett ins Bundesfinale geschafft. Von Martin Kuhn

Es gibt kein allgemeingültiges Erfolgsrezept – vor allem in der Küche. Dazu sind die Geschmäcker wohl zu verschieden. Dennoch haben die Ernst-Reuter-Schülerinnen Marie Ghanem, Ceyda Karacabag, Jennifer Schmidt und Jennifer Wenzel ein solches für sich gefunden. Sie standen beim Schülerkochpokal entspannt und ohne Erfolgserwartung im Hessenfinale. „Wir sind’s eigentlich im besten olympischen Geist angegangen: Dabei sein ist alles“, sagt Lehrer York Krause. Und das gilt weiterhin! Denn das Quartett steht nach einem knappen Erfolg im Bundesfinale. Am 24. Mai geht’s nach Erfurt.

Zur Erinnerung: Der Kochpokal ist ein bundesweiter Wettbewerb (ehemals: Erdgaspokal), der seit 1997 Schüler zu kulinarischen Leistungen rund um das Riechen, Schmecken, Kochen und Dekorieren motiviert. Fürs lokale Projekt ist’s auch 2014 wieder einmal eine unpassende Zeit. Derzeit stehen alle vier Schülerinnen in einem dreiwöchigen Pflicht-Praktikum. „Das Hessenfinale war gleichzeitig erster Praktikumstag“, erinnert Krause. Also: Gleich Urlaub am ersten Arbeitstag – kein guter Einstieg!

In Marburg machen sie mit ihrem „Doktor-Silber-Enten-Winter-Menue“ jedoch alles richtig, achten eher unbewusst auf Details, welche die Jury überzeugen. Arbeitsablauf, Wegspülen, Präsentation: Es sind die Nuancen, die den unerwarteten Finaleinzug bringen. Mit nach Hause nehmen alle Teams einen Schnellkochtopf sowie hilfreiche Tipps der Profiköche. Denn nach Bekanntgabe der Platzierungen nimmt sich das Jurorenteam viel Zeit, um das jeweile Menü zu besprechen, Kniffe aus der Profiküche weiterzugeben und auf Fragen der Nachwuchsköche einzugehen. Die Bewertung wird genau erklärt. Und wie stehen die Chancen in Erfurt? Der betreuende Lehrer gibt sich gewohnt zurückhaltend: „Uns bleibt leider kaum Zeit. Nach den Praktika sind’s gerade vier Schultage, bis wir losfahren.“

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In Thüringen lautet die Aufgabe erneut: „Alles aus Teig – Herzhaft & Süß!“ Zuzubereiten ist ein Drei-Gänge-Menü aus warmer Vorspeise, einem Hauptgang aus Gemüse, Fleisch oder Fisch sowie einer Beilage und einem Dessert. Eine der Herausforderungen: Wichtig ist, dass die Teigart im Menütitel ersichtlich ist und dass mindestens ein Teig an Ort und Stelle hergestellt wird.

Daraus machen die Rumpenheimerinnen in der vorgeschriebenen Zeit: Als Vorspeise gibt es warmen Tomaten-Kartoffel-Salat mit hausgemachtem Baguette („Wie ein weihnachtlicher Geschenkeberg“), als Hauptgang folgen Entenbrustravioli an Buttergemüse („Wie ein Silvester-Knallbonbon“), und als Dessert krönt Baiser-Stachelbeerenkuchen mit Espresso-Eis („Wie eine eingeschneite Märchenlandschaft“) das Ganze.

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