Unterbringung in Gewerbe-Immobilie am Kaiserlei

Über 250 weitere Flüchtlinge in Offenbach eingetroffen

+
Bild von der Ankunft in Offenbach.

Offenbach - Über 250 weitere Flüchtlinge sind in Offenbach eingetroffen. Wie die Stadt berichtete, kommen sie vorerst in einer Gewerbehalle im Kaiserlei unter.

229 Flüchtlinge kamen in der Nacht zu Samstag in fünf Bussen in Offenbach an. Ihre Aufnahme sei zügig und ohne Probleme verlaufen. Rund 100 meist ehrenamtliche Helfer, etwa vom Roten Kreuz, seien im Einsatz gewesen. Die Offenbacher Einsatzkräfte wurden zudem von Soldaten der Bundeswehr unterstützt. Zuvor waren am Freitag 260 Betten aus der nicht genutzten Notunterkunft an einem Berufsschulzentrum zu der Halle im Kaiserlei gebracht worden. Diese soll künftig als Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung bis zu 1000 Asylsuchenden Platz bieten; die entsprechenden Umbauarbeiten laufen noch. Die Gewerbehalle am Kaiserlei wird von der Stadt zunächst als Notunterkunft genutzt.

Die in der Nacht angekommenen Menschen wurden bereits ärztlich untersucht, mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt und bekamen ein Feldbett zugewiesen. Die Gruppe der Ankömmlinge setzt sich laut der Stadt Offenbach aus 33 Frauen, 143 Männer, sieben Kleinkinder bis 3 Jahren sowie 46 Kinder und Jugendliche zusammen. Eine Familie (zwei Erwachsene mit vier Kindern) ist direkt von Verwandten abgeholt und nach Hamburg gefahren worden. Am heutigen Sonntagmorgen wurden weitere 23 Flüchtlinge, darunter sechs Kinder, in einem Bus vom Frankfurter Hauptbahnhof zur Gewerbehalle am Kaiserlei gebracht.

Flüchtlingsunterkunft am Kaiserlei: Bilder

Die Halle am Kaiserlei soll als fünfte Außenstelle in Südhessen von einem privaten Anbieter im Auftrag des Regierungspräsidiums betrieben werden. In den Außenstellen werden Flüchtlinge offiziell registriert, damit sie die Möglichkeit erhalten, einen Asylantrag zu stellen. Die vom Land ursprünglich für Mitte vergangener Woche angekündigte Inbetriebnahme verzögert sich jedoch, weil bislang nicht ausreichend viele Duschcontainer angeliefert wurden. In der Gewerbe-Immobilie werden zurzeit noch Fluchttüren eingebaut, Durchbrüche geschaffen und Malerarbeiten ausgeführt.

Alles zum Thema Flüchtlinge in der Region lesen Sie auf der Themenseite

Jüngsten Angaben des Landes zufolge hat Deutschland allein im vergangenen August 100.000 Asylsuchende über den sogenannten Deutschlandausgleich aufgenommen. In den beiden Offenbacher Notunterkünften in der Edith-Stein- und in der Anne-Frank-Schule wurden 24 Stunden nach Ankunft der ersten 365 Flüchtlinge noch 145 Menschen gezählt. Viele sind offensichtlich bereits weitergereist. Neue Flüchtlinge werden nach Angaben des Hessischen Innenministeriums heute und morgen in Darmstadt erwartet.

Bilder: Einblicke in die Notunterkünfte für Flüchtlinge

dr

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion