Höhere Druck auf Fluggesellschaft

Nicht gut auf Ryanair zu sprechen

Offenbach - Flughafendezernent Paul-Gerhard Weiß begrüßt die Ankündigung von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, den Druck auf die Fluggesellschaft Ryanair wegen den vielen verspäteten Landungen zu erhöhen.

Landungen nach 23 Uhr stellten nicht automatisch eine Verletzung des Nachtflugverbots dar, erläutert Weiß. Entscheidend sei deswegen, ob sich die Verspätungen bereits aus der Flugplangestaltung ergeben.

Für die meisten verspäteten Landungen trägt Ryanair die Verantwortung. Allein im März setzten 29 Flieger der Iren außerhalb der zulässigen Zeit in Frankfurt auf. „Der Verdacht liegt nahe, dass dafür die Flugplangestaltung ursächlich ist, und hier muss der Minister eingreifen, um sich nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen“, betont Weiß. Es gelte, die Schädigung der Gesundheit der betroffenen Menschen in der Region zu verhindern sowie auch illegale Wettbewerbsvorteile gegenüber den Konkurrenten zu unterbinden.

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Die Flugdaten der besonders häufig verspäteten Flüge sind seitens des Ministeriums dem zuständigen Regierungspräsidium zur Prüfung übergeben worden. Derzeit prüfen Experten, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Erwiesene Verstöße gegen das Nachtflugverbot können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Stadtrat Weiß weist darauf hin, dass die Stadt schon im Vorfeld der Zulassung von Billigfliegern durch Hessens Wirtschaftsministerium befürchtet hat, dass dies zwangsläufig zu mehr Fluglärm führen müsse. (pso)

Rubriklistenbild: © picture alliance / Daniel Bockwo

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