SPD will Ausnahme zur Regel machen

S-Bahn-Halt am Hauptbahnhof

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Mit der heutigen Aufhebung der Sperrung im Frankfurter S-Bahn-Tunnel fällt der vorübergehende Halt der S 1 am Offenbacher Hauptbahnhof weg. Die SPD würde eine Beibehaltung indes begrüßen.

Offenbach - Wenn es nach der hiesigen SPD ginge, könnte eine Begleiterscheinungen der gestern endenden Sperrung im Frankfurter S-Bahn-Tunnel auch nach Abschluss der Gleisarbeiten für Offenbach beibehalten werden.

Die Genossen fanden offenbar Gefallen daran, dass der sonst S-Bahn-lose Offenbacher Hauptbahnhof im Zuge der durch die Tunnelsperrung erforderlichen Umleitungen teilweise von der S 1 angefahren wurde.

„Allen Erklärungsversuchen zum Trotz bleibt es jedoch ärgerlich, dass die S1 nur von Frankfurt aus am Hauptbahnhof hält, nicht aber aus Richtung Ober-Roden“, monieren die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. Aus Ober-Roden kommend sei die Bahn ohne Halt am Hauptbahnhof vorbeigefahren. „Und die wartenden Fahrgäste mussten zusehen, wie sie in Schrittgeschwindigkeit vorbei rollte. Dieses Konzept ist verkehrspolitisch nicht nachvollziehbar“, so SPD-Mitglied Maurice Skowronek.

Eine von einer Streckensperrung unabhängige Einbindung des Hauptbahnhofs sei aus zweierlei Gründen notwendig, so die Sozialdemokraten: Zum einen liege es im Interesse aller, dass die zahlreichen Bürger, die täglich den öffentlichen Nahverkehr zwischen Offenbach und Frankfurt nutzten und darauf angewiesen seien, entlastet würden. Vor allem mit Blick auf die noch anstehenden drei Sperrungen bis 2018 sei es deshalb unerlässlich, den Hauptbahnhof weiter in den Linienverkehr zu integrieren.

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Zum anderen jedoch sei Mobilität auch Kernvoraussetzung für Wirtschaftswachstum und in der modernen Arbeitswelt unabdingbar, betont die SPD. Darüber hinaus sei sie Ausdruck von Lebensqualität, ermögliche soziale und kulturelle Teilhabe. Der Hauptbahnhof müsse grundsätzlich in den S-Bahn-Verkehr einbezogen werden, um die gute Erreichbarkeit von Arbeitsstätten und kultureller Einrichtungen zu garantieren. „Für eine zusammenwachsende, stärker werdende Metropolregion Rhein-Main wäre es grob fahrlässig, verfügbare Mobilitäts-Ressourcen, die sogar umweltfreundlich sind, ungenutzt zu lassen“, schließt Skowronek seine Ausführungen. (jb)

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