Sammelaktion

Offenbach: Den Ärmsten eine Freude machen – „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“

Hilfe, die ankommt: Die Freude der Kinder ist stets groß über die Weihnachtspäckchen. Hier ein Bild der letztjährigen Aktion.
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Hilfe, die ankommt: Die Freude der Kinder ist stets groß über die Weihnachtspäckchen. Hier ein Bild der letztjährigen Aktion.

Alle Jahre wieder: Die Stiftung Kinderzukunft und die Mediengruppe Offenbach-Post rufen wieder dazu auf, armen Kindern in Osteuropa zu Weihnachten eine Freude zu machen.

Offenbach - Seit 1988 sammelt die Stiftung Kinderzukunft in der Weihnachtszeit Päckchen für Kinder und Jugendliche in den ärmsten Regionen Europas: Auch in diesem Jahr sollen wieder Lastwagen voller Geschenke in Richtung Rumänien, Bosnien und Herzegowina sowie in die Ukraine aufbrechen.

Sammelaktion in Offenbach: Corona stört den Ablauf

Doch die Corona-Pandemie bringt Änderungen mit sich: So wird aus hygienetechnischen Gründen die Sammelstelle, die bisher vor der Druckerei unserer Zeitung war, auf den Parkplatz des Autohauses M.A.X., Waldstraße 218-220, verlegt. Autohaus-Geschäftsführer Jürgen Zeiger freut sich, die beliebte Aktion so in Corona-Zeiten unterstützen zu können. Am Freitag, 20. November, werden dort von 9 bis 12 Uhr die Päckchen angenommen.

„In diesem Jahr ist alles ein wenig anders“, sagt Benita Sensen von der Stiftung Kinderzukunft, „aber wir sind froh, dass wir die Weihnachtspäckchen-Aktion auch unter Pandemie-Bedingungen durchführen können.“ Noch während die erste Welle der Pandemie wütete, fiel bei der Stiftung die Entscheidung, an der Hilfsaktion festzuhalten. „Auch in den Zielländern gibt es massive Probleme mit Corona, viele Kitas und Schulen wurden geschlossen – wir wollen die Kinder und Jugendlichen aber nicht alleine lassen“, sagt Sensen.

Helfer in Offenbach vor Ort: Hygienekonzept soll vor Ansteckung schützen

38 000 Päckchen mit Spielsachen, Kleidung und Hygieneartikeln wurden im vergangenen Jahr in den Zielländern in Kinderheimen, Schulen, Krankenhäusern oder Kindergärten verteilt, acht Lastwagen, darunter einer bestückt mit Geschenken der Offenbacher Spender, machten sich auf den Weg nach Osteuropa. „Trotz Corona ist die Hilfsbereitschaft unglaublich groß“, sagt Sensen: In diesem Jahr rechnen die Helfer sogar mit 44 000 Päckchen. „Auch die Zahl unserer Sammelstellen hat sich um 23 auf 181 erhöht“, sagt sie, „es ist gut zu wissen, dass trotz aller Einschränkungen die Ärmsten nicht vergessen werden.“

Bereits jetzt gilt ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, so gilt etwa im Lager der Stiftung eine Einbahnstraßen-Regelung, damit die Helfer möglichst kontaktlos arbeiten. Für die Helfer der Sammelstellen vor Ort werden Desinfektionsmittel, Handschuhe und Mundschutz bereit gestellt.

Eine besondere Herausforderung stellt die Corona-Pandemie für die ehrenamtlichen Fahrer dar: Da viele der langjährigen Helfer selbst zur Risikogruppe gehören, sucht die Stiftung noch weitere Fahrer und Beifahrer für die Aktion. Informationen gibt es unter www.kinderzukunft.de/weihnachten.

Sammelaktion in Offenbach: „Jedes Geschenk bereitet Freude“

Anders als sonst werden die Päckchen in den Zielländern möglichst kontaktlos übergeben: So soll sichergestellt werden, dass sich weder die Fahrer noch die Helfer oder die Kinder infizieren können.

Was Covid-19 jedoch nicht ändert, ist die Freude über das Geschenk bei den Kindern und Jugendlichen. Etwa in Rumänien gehören diese zu den Ärmsten Europas. „Jedes Päckchen kommt an“, sagt Sensen, „und jedes Geschenk bereitet Freude: Mit einer neuen Zahnbürste, einer Puppe und etwas Süßem kann man den Kindern zu Weihnachten viel Gutes tun. Und wir freuen uns, wenn nicht nur an Kleinkinder, sondern auch an ältere Jugendliche gedacht wird.“ (Frank Sommer)

Die Aktion

Die Weihnachtspäckchen-Aktion richtet sich an Straßenkinder, kranke Kinder, Waisen und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, die in Armut aufwachsen. Die Beschenkten freuen sich etwa über ein Malbuch oder -stifte, ein Kuscheltier, Lernspielzeug oder eine Spielesammlung. Die Stiftung bittet darum, aus zollrechtlichen Gründen nur neue oder neuwertige Gegenstände zu verschenken. Auch über Hygieneartikel wie Zahnbürste, -pasta oder Duschgel freuen sich die Kinder und Jugendlichen. Kleidung wie Handschuhe, Mützen, Jogginghosen oder Unterwäsche wird ebenfalls benötigt. Für ältere Jugendliche sind auch Accessoires wie Geldbeutel, Ohrringe oder Haarschmuck interessant. Bei Süßigkeiten ist darauf zu achten, dass diese noch mindestens drei Monate haltbar sein sollten. Um Alter und Geschlecht des Empfängers zu kennzeichnen, sollten unbedingt die Aufkleber der Stiftung genutzt werden. Weitere Infos zur Aktion gibt es unter der Telefonnummer 06051 481819 oder per E-Mail an weihnachten@kinderzukunft.de.

Angenommen werden die Päckchen am 20. November von 9 bis 12 Uhr auf dem Parkplatz des Autohauses M.A.X., Waldstraße 218-220. Eine weitere Sammelstelle ist am 23. und 30. November sowie am 2. Dezember bei Familie Schaper in Heusenstamm, Feldbergstraße 8. An den Sammelstellen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und auf Abstand zu achten.

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