Eingangsbereich des Sana Klinikums

Gegen das mulmige Gefühl

+
Karin Maruschewski (links) und ihre Kollegen Holger Liebscher und Sabine Schachtschabel geben an der zentralen Anlaufstelle im Erdgeschoss des Sana Klinikums Hilfen zur Orientierung.

Offenbach - Das Sana Klinikum ist mit 18 Fachkliniken, drei Instituten und etwa 2 300 Mitarbeitern eines der größten Krankenhäuser in der Region Rhein-Main. Zum Erfolg trägt auch das Zusammenspiel einer Vielzahl von Faktoren und Dienstleistungen bei. Von Harald H. Richter 

Das Publikumsaufkommen ist dem einer Hotelrezeption nicht unähnlich. Manchmal ist es schwierig, den Überblick zu wahren. Wichtigstes Kriterium: Den oft verunsicherten Menschen Orientierung geben. „Freundlichkeit ist oberstes Gebot“, sagt Mitarbeiterin Karin Maruschewski und überreicht einer Besucherin lächelnd einen Lageplan des Klinikums.

Der langgestreckte Empfangsschalter ist erste Anlaufstelle für Patienten, Angehörige und Besucher des Sana Klinikums am Starkenburgring in Offenbach. Gehbehinderte Menschen können während der Aufnahmeformalitäten einen kostenlosen Rollstuhlverleih in Anspruch nehmen. „Im alten Gebäude saßen wir noch hinter Glas“, erinnert sich Maruschewski, die seit zwölf Jahren am Empfang tätig ist. Die ofene Gestaltung des Bereichs biete jedoch die Möglichkeit einer direkten Ansprache und nehme manchem Neuankömmling das mulmige Bauchgefühl.

Alles zum Klinikum lesen Sie hier

Im Zwei-Schicht-Betrieb ist der Empfang an allen Tagen der Woche von 6 bis 22 Uhr besetzt. Demnächst wird die noch auf Ebene 1 befindliche Patientenaufnahme ebenfalls in den Eingangsbereich verlegt. Sämtliche Aufnahmeformalitäten lassen sich dann an einem Ort erledigen. Voraussetzung ist, dass die Patienten bestimmte Formulare vorlegen. Dazu zählen sämtliche medizinischen Befunde der vergangenen Monate, Gesundheitspässe, Röntgenbilder und die Einweisungsunterlagen beziehungsweise die Verordnung der Krankenhausbehandlung. „Natürlich sollte der Patient auch seine Medikamente nebst Beipackzetteln dabeihaben, die er regelmäßig einnimmt“, sagt Klinikum-Sprecherin Marion Band. Auch verweist sie auf den Datenschutz: „Der Patient wird nach seinem Einverständnis gefragt, ob wir Dritten gegenüber Auskunft über seine Person geben dürfen. Er kann sein Okay auch verweigern, und dann erfahren nicht einmal Familienangehörige, dass er bei uns stationär aufgenommen ist.“

Band rät dringend davon ab, Schmuck und andere Wertsachen mitzuführen. Wichtig sind hingegen Sehhilfen oder Hörgerät. „So etwas wird leider oft vergessen“, weiß Maruschweski. Auch Bademantel, Nacht- und Unterwäsche, Strümpfe möglichst mit Anti-Rutsch-Noppen sowie Hausschuhe, aber auch ein Freizeit- oder Jogginganzug sind nützlich. Denn sofern der Patient nicht mehr im Bett liegen muss, kann er sich nach Absprache mit den Ärzten frei bewegen und sollte die passende Kleidung griffbereit haben.

Gesundheitstage am Klinikum (Archiv)

Gesundheitstage am Klinikum

Genesungswünsche können Angehörige und Freude seit geraumer Zeit mit einem elektronischen Grußkartenservice übermitteln. „Auf unserer Internetseite haben wir verschiedene Motive zur Auswahl, die sich mit einem individuellen Text versehen lassen“, erläutert Band. Bei Karin Maruschewski und ihren Kolleginnen werden sie ausgedruckt und auf schnellstem Wege von der zentralen Anlaufstelle im Erdgeschoss auf die einzelnen Stationen verteilt. „Eine solche Aufmunterung ist nicht nur eine nette Geste, sie gibt auch dem Patienten ein gutes Gefühl im Wissen darum, dass jemand an ihn denkt.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare