Konzern senkt Defizit

Sanierungserfolg am Sana Klinikum

Offenbach - Hoffnungsschimmer und Tatendrang am Sana Klinikum Offenbach: 2012, im letzten Geschäftsjahr als städtisches Krankenhaus, musste noch ein 42-Millionen-Euro-Defizit geschultert werden.

Gestern verkündete der neue Eigentümer des Klinikums Offenbach, der Sana-Konzern, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 das „operative Defizit“ auf 24 Millionen Euro gesenkt wurde. „Und dabei wird es wohl auch in diesem Jahr bleiben“, so Co-Geschäftsführer Dr. Jens Schick. Erst in 2018 soll die schwarze Null stehen.

Der Jahresfehlbetrag, der die Belastungen aus der Vergangenheit des Klinikum widerspiegelt, liegt bei satten 241 Millionen Euro; mit Eigenkapitalmaßnahmen in Höhe von 217 Millionen Euro mussten die Stadt Offenbach und Sana laut Übernahmevertrag in die Bresche springen. Schick räumte ein: „Die Sanierungsaufgaben am Klinikum in Offenbach zählen sicherlich zu den anspruchsvollsten in Deutschland. “ Aber man sei inzwischen auf einem guten Weg. In diesem Jahr sollen weitere Sanierungsschritte gegangen und das medizinische Leistungsspektrum neu ausgerichtet werden.

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Vor Ort verantwortlich für die Umsetzung der Umstrukturierung ist nun Sascha John. Der neue Geschäftsführer löst Dr. Ralf Paland ab, der aus beruflichen Gründen nach München wechselt. John soll bis 2016 ein „Paket“ auf den Weg bringen: den jetzt beschlossenen Bau einer Brücke zwischen Haupthaus und Erich-Rebentisch-Zentrum im Sommer, die Errichtung eines Wohnheims fürs Personal und den Abriss des alten Zentralbaus bzw. der ehemaligen Wäscherei und der früheren Strahlenklinik. Dass er zugleich Sana-Regionalbevollmächtigter für Hessen ist, unterstreicht die Expansionsabsicht des Konzerns - auch im Rhein-Main-Gebiet.

psh

Rubriklistenbild: © dpa

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