Offenbach

Sanierung im Hafen wird billiger

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Offenbach - 100 Millionen Euro. So viel hatte die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) ursprünglich für die Sanierung des Hafengeländes eingeplant.

Vor allem dieser Betrag lieferte Grund für die Befürchtung, mit dem Hafen sei kein Cent zu verdienen, Offenbach müsse sogar drauflegen. Nach derzeitigem Stand der Dinge wird die Sanierung des einstigen Industrieareals billiger sein, viel billiger sogar. Bei der von der OPG initiierten Tagung zum Standort Offenbach am Mittwoch im Hafen 2 wurde verkündet, dass statt der 100 Millionen nur 25 Millionen Euro für die Beseitigung von Altlasten aufzubringen sind.

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OPG-Chefin Daniela Matha erläutert, wie das funktionieren konnte: Statt einer klassischen Sanierung, bei der das gesamte Gelände angepackt wird – im Hafen geht es um rund 126.000 Quadratmeter Nettobauland bei einer gesamtfläche von 256.000 Quadratmetern –, ist man im wachsenden Stadtteil schrittweise vorgegangen. Seit 2007 läuft für die gesamte Fläche eine Grundwassersanierung. beziehungsweise -sicherung. Im übrigen werden die als belastet bekannten Parzellen des ehemaligen Ölhafens erstmal nicht in Angriff genommen. „Wir kümmern uns nur um das, was dann auch tatsächlich in der jeweiligen Baugrube zu finden ist“, erläutert Daniela Matha.

Angrillen im Hafengarten

Angrillen im Hafengarten

Dem Investor berechnet die OPG die Kosten für einen unbelasteten Aushub, die städtische Gesellschaft kümmert sich um dessen Entsorgung und zahlt wenn nötig die Differenz zu den höhereren Kosten für belastetes Erdreich. „Ein faires Verfahren für alle Beteiligten“, findet Matha.

mad

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