Trockener Keller und mehr Platz

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Das Markthäuschen wird saniert und umgebaut.

Offenbach (mad) - Vor zwei Jahren waren die Pläne schon mal ziemlich weit gediehen, jetzt wird es wohl wirklich angepackt: Die Stadt will für 410.000 Euro den maroden Keller des Markthäuschens sanieren.

Gleichzeitig sollen die angrenzenden öffentlichen Toiletten umgebaut und das in der städtischen Immobilie beheimatete Restaurant „Markthaus am Wilhelmsplatz“ erweitert werden. Es ist vorgesehen, mit den Sanierungs- und Umbauarbeiten „so schnell wie möglich, auf jeden Fall noch in diesem Jahr“ zu beginnen, heißt es aus dem Rathaus.

Was im einzelnen geplant ist, steht in einer Magistratsvorlage, die am Montag auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses steht. Danach muss der feuchte Keller des 1911 als Unterstand und Geräteschuppen für die Beschicker des Wochenmarktes errichteten Gebäudes dringend trocken gelegt werden. Dort befinden sich die Kühl- und Lagerräume, sowie das Büro der Gaststätte.

Die Feuchtigkeit mit sogenannten Salzausblühungen, das haben die Untersuchungen ergeben, ist auch in die darüberliegenden öffentlichen Toiletten sowie auf die Außentreppe und vermutlich sogar in die außenliegenden Rohrleitungen gedrungen, weshalb auch das alles saniert werden muss.

Vergrößerung des Kneipenraums um 18 Quadratmeter

Mit der Sanierung soll die Vergrößerung des Kneipenraums um 18 Quadratmeter zu Lasten der öffentlichen Klos und des Marktmeisterbüros angepackt werden. Die Gaststätte im denkmalgeschützten Markthäuschen habe sich in den vergangenen Jahren zu einer regelrechten Institution entwickelt, die nicht nur während der Markttage stark von Gästen frequentiert werde, heißt es im Magistratsbericht. Das dürften die Markthaus-Wirte Jörg und Eric Münch gern hören, die in den vergangenen Jahren mehrfach eine Erweiterung angeregt hatten, bislang aber immer enttäuscht wurden.

Zukünftig ist eine kombinierte Nutzung der Gaststättentoilette und der öffentlichen Toilette vorgesehen. Ein Zugang von außen ist weiterhin geplant. Eine Behindertentoilette bleibt über eine Außenrampe für Rollstuhlfahrer erreichbar. Der Raum des Marktmeisters wird in den Keller des Gebäudes verlegt. Die bisherigen Klos der Gaststätte werden in Funktionsräume für das Restaurant umgewandelt.

Anhebung der Miete

Weil die Stadt nicht komplett auf ihren Investitionskosten sitzen bleiben soll, wurde mit der Mieterin der Gaststätte, der Binding-Brauerei, bereits eine Einigung über eine adäquate Anhebung der Miete nach Abschluss der Arbeiten erzielt.

Nachdem die ursprünglich einmal von der Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH (EEG) vorgesehene Sanierungsvariante in Form einer sogenannten Vergelung nicht zum Tragen kam, ist bei der nun gewählten Sanierungsmaßnahme die Freilegung der Grundmauern als „die am besten geeignete technische Lösung“ geplant. „Auch wenn dies mit einigen Beeinträchtigungen für den Gaststättenbetrieb verbunden ist“, so der Magistratsbericht.

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