Der Stadt Geld gespart

Sanierungsarbeiten am Nichtschwimmerbecken

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Fast fertig: Am Montag soll das kleine Becken wieder nutzbar sein. Geheizt wird indes erst, wenn stabil besseres Wetter in Sicht ist.

Offenbach - Auch wenn der Sommer ferner scheint denn je – im Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe laufen in der begründeten Hoffnung auf wärmere Tage die letzten Sanierungsarbeiten am Nichtschwimmerbecken. Von Matthias Dahmer

Am nächsten Montag soll es wieder eröffnet werden, wobei das Wasser erst auf angenehme Temperaturen hochgeheizt wird, wenn sich stabileres Schönwetter abzeichnet, wie Matthias Wörner, Vorsitzender des Badbetreibers EOSC, betont.

Erneut hat der Verein, unter dessen Regie die Sanierung in den vergangenen Monaten erfolgte, in Eigenleistung einen Job erledigt, der eigentlich ein städtischer sein müsste. Vereinschef Wörner ist überzeugt: Im Rathaus könne das gar nicht hoch genug geschätzt werden. „Die Sanierungsarbeiten wurden zu fast 100 Prozent von unserem Badpersonal erledigt. Die haben deswegen jede Menge Überstunden geleistet“, berichtet er.

Kosten rund 50.000 Euro

Weil die Stadtverwaltung von Planung und Ausführung der Sanierung verschont blieb, wurde zudem noch kräftig Geld gespart: Statt der ursprünglich veranschlagten 120.000 Euro kostet es nun nur rund 50.000 Euro. Eine weitere Offenbacher Besonderheit dabei: Der Verein hat das Geld aus seiner Kasse vorgestreckt, muss es sich von der Stadt zurückholen.

Offiziell mag man von Vereinsseite zu diesem Procedere nicht sagen: Aber dass der EOSC, der im Zuge städtischer Sparpolitik demnächst wohl den Vereinsbeitrag erhöhen wird, wieder mal als Bittsteller im Rathaus vorsprechen muss, obwohl er eine kommunale Aufgabe erledigt, ärgert unter den Mitgliedern des größten Vereins in der Stadt nicht wenige. Matthias Wörner merkt mit Blick auf die aktuellen Arbeiten nur an: „Wir haben das Sportamt regelmäßig über den Fortgang der Sanierung informiert, bislang aber keine Rückmeldung bekommen. Demnächst müssen wir uns wegen der Kosten zusammensetzen.“

Keine Luxussanierung des Kinderbeckens

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Dass mit den 50.000 Euro keine Luxussanierung des Kinderbeckens möglich war, dürften die Badbesucher kaum bemerken. Statt teurer neuer Fliesen kam frischer Estrich drauf, wurden die Wände gespachtelt und alles mit blauer Schwimmbadfarbe verschönert. Die Überlaufrinne erhielt einen Kantenschutz aus Edelstahl, der Zugang zum 25-Meter-Becken ist künftig auch über eine ein Meter breite Edelstahltreppe mit Unterschwimmschutz möglich.

EOSC-Vorsitzender Matthias Wörner hat auch schon eine Idee, was mit dem übrigen Geld gemacht werden könnte. Den städtischen Sparzwang im Hinterkopf schlägt er die Anschaffung einer Energie sparenden Abdeckfolie vor, die – wie schon beim großen Becken Praxis – in der Nacht übers Wasser gezogen wird.

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