Von Schach bis Slackline

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Das Strohsackraufen war eine von 59 Stationen beim „Sportsfun Teamday“ an der Leibnizschule.

Offenbach - Vor Sinisa liegt kein langer, aber ein sehr steiler Weg. Ohne die Hilfe seiner Klasse erreicht er heute nicht das Ziel. Von Katharina Hempel

Die 8d der Leibnizschule ist an der letzten Station des „Sportsfun Teamday“ angekommen, den Schulsportleiter Gunnar Coppik zusammen mit seinen Kollegen und der Sportjugend Hessen auf die Beine gestellt hat.

Herausgekommen ist ein Schulgelände, auf dem bekannte und neue Sportarten ausprobiert und getestet werden können –vom Baseball bis zum Bierdeckelweitwurf, vom Schach bis zur Slackline, einem gespannten Seil zum Balancieren. „Dabei kommen die Schüler schon ins Schwitzen, aber der Spaß und der Teamgeist stehen heute im Vordergrund“, sagt Sportlehrer Coppik. Martin Weingart von der Sportjugend Hessen sieht das genauso: „Die Jugendlichen sollen heute erleben, wie es sich anfühlt, als Team erfolgreich zu sein.“

Das können die 1400 Leibnizschüler an 59 Stationen. Neun davon sind von der Sportjugend Hessen konzipiert. 18 ausgewählte Klassen testen an ihnen ihre Gruppen- und Zusammenarbeit. Sie müssen den giftigen Kelch auf einer Plane durch einen Parcours manövrieren, ohne dass dieser umkippt, oder den Inhalt einer Schüssel umfüllen, die sie mit 16 langen Seilen, die an ihr befestigt sind, in Balance halten.

An der neunten Station steigt Sinisa in den Klettergurt. Seine Klassenkameraden ziehen ihn abwechselnd und zusammen an den zwei Seilen, die daran geknotet sind, nach oben, unten, rechts oder links. Die Strecke, die sich vor ihm biegt ist vertikal; eine Plane, an der Turnhallenwand. Der 14-Jährige kommt nur einmal vom Weg ab. Er braucht 20 Sekunden weniger als die bisherige Nummer eins. Die 8d gewinnt den Sparkassen-Team-Cup, einen Trainingstag für ein noch besseres Gruppengefühl in der Klasse.

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