Ersehnter Lückenschluss

Schandfleck weicht Neubaukomplex

So soll der repräsentable Neubau an der Ecke Berliner Straße/Luisenstraße aussehen: Er beherbergt unter anderem ein Hotel mit 160 Zimmern sowie eine tegut-Filiale. An Berliner- und Bahnhofstraße schließen sich auf dem westlichen Teil des Grundstücks Wohnungen an. - Visualisierung: DIC
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So soll der repräsentable Neubau an der Ecke Berliner Straße/Luisenstraße aussehen: Er beherbergt unter anderem ein Hotel mit 160 Zimmern sowie eine tegut-Filiale. An Berliner- und Bahnhofstraße schließen sich auf dem westlichen Teil des Grundstücks Wohnungen an.

Offenbach - Seit sechs Jahren steht das ehemalige Versicherungsgebäude mit der Adresse Berliner Straße 172 leer, zuletzt diente die verfallene Immobilie Wohnsitzlosen als Obdach. Das ist nun Geschichte. Entstehen werden dort unter anderem ein Hotel, ein Tegut-Markt und Wohnungen.

Ende des Monats will der Investor, die Frankfurter DIC Asset AG, mit den Abbrucharbeiten an der Ecke Berliner Straße/Luisenstraße beginnen. Das marode siebenstöckige Gebäude wird durch Neubauten mit einem Nutzungsmix aus Hotel, Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie und 225 Stellplätzen ersetzt, teilte das Immobilienunternehmen gestern mit. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant. Ankermieter wird der Hotelbetreiber Primestar Hospitality, der einen langfristigen Mietvertrag für eine Fläche von 4500 Quadratmetern abgeschlossen hat. Er führt dort künftig eine Herberge unter der Marke „Holiday Inn Express“ mit rund 160 Zimmern. Als weiterer Hauptmieter zieht der Nahversorger Tegut ein, der rund 1800 Quadratmeter angemietet hat.

Entlang der Bahnhofstraße entstehen zudem drei Wohnhäuser mit insgesamt 80 Eigentumswohnungen, an der Berliner Straße werden zwei Wohngebäude mit 50 Mietwohnungen hochgezogen. „Die Gewerbeflächen sind schon vor Baubeginn zu 90 Prozent vermietet“, freut sich Aydin Karaduman, Vorstandsvorsitzender von DIC. Bis 2010 war die Immobilie von Versicherungen genutzt worden. Zunächst war dort die DBV-Winterthur untergebracht, nach deren Einverleibung durch den AXA-Konzern arbeitete dort dessen Personal. Erst vor wenigen Tagen musste die Feuerwehr im zweiten Stock des heruntergekommenen Baus ein Feuer löschen. Dort hatten sich Obdachlose ein Matratzenlager eingerichtet.

Ende des Monats soll der Abbruch des mittlerweile verfallenen Baus beginnen, in dem einst Versicherungen residierten.

„Unser Konzept positioniert die Immobilie und den Standort komplett neu. Ich bin davon überzeugt, dass durch die Neubauten das Quartier noch weiter aufgewertet wird“, sagt DIC-Chef Karaduman. Oberbürgermeister Horst Schneider kann ihm da nur beipflichten: „DIC schließt mit dem Nutzungskonzept intelligent die verbliebene Baulücke in dem Quartier.“ Bereits mit den Luisenhof-Bauten und der „Mitte 160“ mit seinen 90 Wohnungen in vier Mehrfamilienhäusern sei es zu einem attraktiven Wohngebiet mit hoher Aufenthaltsqualität geworden. Die Entwicklung des gesamten Quartiers zeige, wie die Stadt Offenbach qualitätsvoll wachsen könne.

Wohnen in der Trafo-Station: Ideen für echte Traumhäuser

Die Schlosserei und Schmiede in der Uckermark stand lange leer, dann ließ der Schreiner Gerhard Schütze Wohnung, Werkstatt und Ausstellungsräume darin entstehen. Foto: Thomas Kröger
Moderne Ambiente innen: Aus der Ruine einer ehemaligen Schlosserei in der Uckermark ist ein schickes Gebäude geworden. Foto: Thomas Kröger
In dieser ehemaligen Trafo-Station der Kasseler Straßenbahn befindet sich heute ein barrierefreies Wohnhaus. Foto: KfW/Claus Morgenstern
Innen ist die Trafo-Station komplett barrierefrei ausgebaut, unter anderem gibt es einen Lift. Foto: KfW/Claus Morgenstern
Wohnen in der Trafo-Station: Ideen für echte Traumhäuser

Für Tegut ist es nach dem KOMM der zweite Standort in der Innenstadt. Martina Becker, Expansionsleiterin des Lebensmittel-Filialisten, weist darauf hin, dass neben den bewährten regionalen Bio-Produkten auch ein regionaler Bäcker im Neubau ansässig sein wird. Zudem biete man den Kunden kostenlose Parkplätze. Für Primestar Hospitality sei es das vierte Hotel im Rhein-Main-Gebiet, sagt Geschäftsführer Wolfgang Gallas. Noch im Dezember ist eine Eröffnung am Flughafen geplant, es folgen im Herbst 2017 eine weitere an der Europäischen Zentralbank sowie Mitte 2018 ein Hotel im gewerblich genutzten neuen Stadtviertel Gateway Gardens, der ehemaligen US-amerikanischen Militärsiedlung am Flughafen.

Für DIC ist Offenbach kein unbekanntes Pflaster: Vor fünf Jahren hatten die Frankfurter an der Berliner Straße bereits gezeigt, was in Sachen städtebaulicher Aufwertung möglich ist. Der Investor hatte ein Gebäude saniert, in dem mittlerweile die Mainarbeit ihr Domizil hat. Mit dem Offenbacher Jobcenter wurde seinerzeit ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 17 Jahren über zirka 5200 Quadratmeter in dem markant geschwungenen Objekt geschlossen. Weitere 2200 Quadratmeter hat die Mainarbeit im benachbarten, ebenfalls von DIC hochgezogenen Neubau gemietet. Die letzte freie Fläche m Quartier ist nun der gegenüberliegende Streifen zwischen Berliner und Domstraße. Der Masterplan sieht auf dem Gelände keine weitere Bebauung vor. (mad)

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Die Schlosserei und Schmiede in der Uckermark stand lange leer, dann ließ der Schreiner Gerhard Schütze Wohnung, Werkstatt und Ausstellungsräume darin entstehen. Foto: Thomas Kröger
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