Sperrungsoptionen für Marktplatz aufgeben

Offenbach - In ihrer Haltung bestärkt sieht sich die FDP nach der probeweisen Sperrung des Marktplatzes für Autos. Fraktionschef Oliver Stirböck berichtet von Einzelhändlern, die hohe Umsatzrückgänge beklagten.

„Schon die Diskussion über mögliche Sperrungsvarianten ist geeignet, dem Standort Innenstadt zu schaden, weil potenzielle Investoren sich abgeschreckt fühlen“, meint der Liberale.

OB Horst Schneider solle da ein Machtwort sprechen. „Eine Sperrung darf keine Option sein. Der unklare Kurs der Koalition ist das Gegenteil von Planungssicherheit.“ Stirböck warnt: „Verschreckt die Stadt Kunden mit schwer nachvollziehbarer Verkehrsführung, dauert es sehr lange, sie zurückzugewinnen.“ Der Kunde sei ein scheues Reh und eigne sich nicht als Versuchskaninchen. Die gute Anfahrbarkeit der City mit dem Auto wie mit dem Bus sei ein Standortvorteil. „Nur auf öffentlichen Nahverkehr zu setzen, wäre der Sargnagel für die Innenstadt als Einkaufszentrum.“

Es gehe darum, einerseits die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Einkaufszentren auf der grünen Wiese zu erhalten und andererseits den öffentlichen Raum „intelligent, aber nicht brachial aufzuwerten“. Dazu gehörten Aufhübschen des Marktplatzes und Verbesserung der Fußgängerbeziehungen zwischen Frankfurter Straße sowie Wilhelmsplatz. Es reiche aus, den trennenden Charakter der Straße durch bürgersteiggleiche Erhöhung zu mindern und die gemeinsame Nutzung dieser Verkehrsfläche anzustreben. Vollsperrungen und die Idee, die Wald- zur Einbahnstraße umzuwandeln, seien nicht erforderlich. 

mt

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