Schillernd bunter Schülerabend

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Was die Schüler der Schillerschule alles neben dem Unterricht auf die Beine stellen, zeigten sie diese Woche.

Offenbach - Bei den ersten Tönen von „Morning Has Broken“ erlischt das Licht im Mehrzweckraum der Schillerschule. Von Katharina Hempel

Mit dem Klassiker von Cat Stevens eröffnet die Gitarren-AG von Lehrer Johannes Klemisch am Mittwoch den „Schillerbunten Abend“ – alljährliche Gelegenheit für Schüler der integrierten Gesamtschule, an zwei Tagen hintereinander ihr Können zu zeigen, ihre Arbeitsgemeinschaften (AG) vorzustellen und Eltern, Mitschüler sowie Lehrer mit ihren Talenten zu beeindrucken.

Scheinwerfer, die auf die Bühne gerichtet sind, strahlen das Muster einer vom Wind gekräuselten Wasseroberfläche auf den schwarzen Vorhang. Kunstnebel kommt auf, und die sechs Schüler, die auf ihren Gitarren von der Morgendämmerung zupfen, scheinen in genau dieser zu sitzen.

Von den Schülern selbst gestaltet

„Der Abend ist so besonders, weil total viel von den Schülern selbst gestaltet wurde“, freut sich die stellvertretende Schulleiterin Doris Bezler in ihrer Begrüßungsansprache. „Aus den AGs und dem Ganztagsprogramm ist viel in die Aufführungen mit eingeflossen.“ Durch die zwei Schillerbunten Abende führen Lena Artelt und Daniel Mandel. Die beiden, professionell mit Moderationskarten ausgestattet, überbrücken im Plauderton die Umbaupausen und sind das bindende Glied zwischen den Darbietungen.

Die Zuschauer im gut gefüllten Saal wippen mit ihren Füßen im Takt, als die Gruppe „Streetdance“ mit geschminkten Masken den Tanzstil der Straße auf die Bühne bringt. Als Marionetten bewegen sich die vier Mädchen und zwei Jungen steif und abgehackt, von den Fäden befreit schlagen sie Räder und Wellen mit ihrem Körper. Die Tänzerinnen von „Move it!“ zeigen Akrobatik und Hebefiguren, und bei „Dancelicouse“ beweisen Sarah Lindner und Nihan Efedayioglu, wie gut sie sich im Takt bewegen. Akrobatisch wird es wieder bei „Aircraft“, der Jonglage-AG. Wie Bälle, Ringe, Keulen oder Tücher durch die Luft fliegen – das Publikum staunt.

Musik selbst machen

Dass sie Musik selbst machen können, beweisen die Schillerschüler ebenfalls. Johann Simon-Kutscher sorgt mit seiner „Sonatina“ am Klavier für klassische Klänge. Punk-rockig wird es, als Fabian Weidmann und Giuseppe Bonaffini zu ihren E-Gitarren greifen und gemeinsam mit ihrem Lehrer Johannes Klemisch „21 Guns“ der amerikanischen Band Green Day spielen. Nach der Pause greift auch die Schulband mit „Boulevard Of Broken Dreams“ zu Green Day.

Auf den afrikanischen Kontinent entführen die Trommler von „Hand to Hand“ mit ihrem rhythmischen Getose. Yannick Fournell, Marcel Gebler und David Wenzel improvisieren dafür mit Musiklehrer Peter Hell, der das Programm auf die Beine gestellt hat.

„Am schwierigsten ist es für die AG-Leiter, alles auf den Punkt fertig zu kriegen“, erinnert er sich an die Vorbereitungen. „Ich finde es klasse, was die Schüler auf die Bühne bringen, was sie sich trauen und wie sehr die Eltern helfen.“ Die Abende sind nicht nur schillerbunt, sondern Beweis für eine funktionierende Schulgemeinschaft.

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