Computer und Dateien sichergestellt

Schlag gegen organisierte Kinderpornografie

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Offenbach - In einer groß angelegten Durchsuchung sind gestern die Staatsanwaltschaft und die Kripo Offenbach gegen die organisierte Kinderpornografie im Kreis Offenbach vorgegangen. Mit Erfolg.

Wie die Polizei berichtet, stellten Ermittler bei über einem Dutzend Verdächtiger aus dem Raum Offenbach unter anderem 34 Computer, 36 Festplatten, etwa 50 Speicherkarten sowie annähernd 1000 selbstgebrannte CDs sicher.

„So viele Beweismittel haben wir selten bei unseren Ermittlungen“, sagte Hauptkommissar Sven Sulzmann. Die Staatsanwaltschaft in Offenbach hatte zuvor entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse beantragt. Die Auswertung der Beweismittel wird nun allerdings noch Monate dauern. Allein das bloße Betrachten von Kinderpornografie ist in Deutschland unter Strafe gestellt, was oftmals gar nicht bekannt ist. Die Täter, die nahezu ausschließlich aus dem europäischen Raum stammen, müssen mit deutlichen Strafen rechnen. Das kann ein Strafbefehl sein, es wurden aber auch schon Freiheitsstrafen ausgesprochen.

Im aktuellen Fall erhielten die Ermittler den Hinweis auf einen Server in Luxemburg. Dieser war von einem Verdächtigen aus dem Raum Osnabrück angemietet worden. Die Ermittlungen führten unter anderem auf die Spur der jetzt beschuldigten Männer. Die Täter sind alle zwischen 20 bis 61 Jahren. Das Alter der gezeigten Kinder reicht vom Säugling bis zum Jugendlichen. Das unsägliche Leid, das den abgebildeten Kindern während der Aufnahmen widerfahren ist, drücken diese jedoch nur selten aus. Die Staatsanwaltschaft Offenbach plant derzeit die Einrichtung weiterer Sonderdezernate zur Bekämpfung der Kinderpornografie.

dr

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