Start mit langem Anlauf

Im Schlosspark entstehen neue Wege zu Zarenlinde und Aussichtshügel

Ziel der Sanierungsmaßnahmen Zarenlinde und Aussichtshügel ist es, dem Besucher die topographischen Besonderheiten der Anlage zu erschließen.

Rumpenheim – Die Arbeiten im denkmalgeschützten Schlosspark sind gestartet. Bis etwa Mitte April entstehen neue Wege zu Zarenlinde und Aussichtshügel. „Endlich“, heißt es von der Bürgerinitiative Rumpenheim, die sich freilich nicht zufrieden zurücklehnt. Von Martin Kuhn

Vielmehr unterstützt sie die städtischen Maßnahmen mit einer mittlerweile dritten Aktion „Ziehen von Schösslingen“.

Die Umsetzung der Maßnahme wird voraussichtlich 210. 000 Euro kosten und wird vom Land Hessen (Ministerium für Wissenschaft und Kunst) gefördert. Zu den Fakten: Im Schlosspark entstehen zwei neue Wege mit einer Gesamtlänge von 320 Metern. Ziel ist es, dem Parkbesucher „die topographischen Besonderheiten“ der Anlage zu erschließen, wichtige Blickbeziehungen wiederherzustellen, untypische Pflanzungen und unkontrollierten Wildwuchs, der sich über Jahre entwickelt hat, zu reduzieren und die bedeutsame historische Wegestruktur in zwei Parkbereichen in Teilen wiederherzustellen“.

Die Rekonstruktion der Zuwegung und Platzsituation zur Zarenlinde basiert auf dem Katasterplan von 1908.

Mit diesem Projekt werden zwei zentrale Maßnahmen aus dem 2010 beschlossenen „Umsetzungskonzept zum Parkpflegewerk Schlosspark Rumpenheim“ realisiert. Die Planung sei in enger Abstimmung und unter Zustimmung der zuständigen Beiräte (Naturschutz- und Denkmalschutzbeirat) und der Unteren Denkmalschutzbehörde, dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen, sowie dem Umweltamt erfolgt. Ebenso wurde die Bürgerinitiative fortwährend über die verschiedenen Planungsschritte informiert und in den Planungsprozess eingebunden“, betonen die städtischen Vertreter.

Kleiner Wermutstropfen: Im Vorfeld der eigentlichen Wegebaumaßnahme werden in den kommenden Wochen zunächst einige Rodungsarbeiten vorgenommen, die jedoch komplett in Form von Baum- und Strauchnachpflanzungen auf dem Areal kompensiert werden. Während der dreimonatigen Bauzeit sind die bestehenden Wege weiterhin für Parkbesucher zugänglich. Nach Abschluss der letzten Pflanzarbeiten werden die beiden neuen Parkwege feierlich eingeweiht.

Die lokale Bürgerinitiative begrüßt, dass sich nach erstmaliger Beschlussfassung „endlich nicht nur Absichten geäußert, sondern tatsächliche Baumaßnahmen zu sehen sind“. Immer wieder habe die BIR gefordert, dass man die Planungen aus dem Jahr 2010 umsetzen möchte. Im Jahr 2015 sei der Beschluss nochmals erneuert und bekräftigt worden, erinnert BIR-Vorsitzender Bruno Persichilli an das lange Procedere.

Helfer beseitigen Wildwuchs in Rumpenheim: Fotos

„Und nun kann man absehen, dass zum Sommer 2019 der Weg über den Aussichtshügel und der neue Rundweg um die Zarenlinde den Schlosspark nicht nur attraktiver machen, sondern dass man auch durch die neuen Wegebeziehungen den Schlosspark neu erleben kann, in dem man die historischen Wegebeziehungen wieder aufnimmt.

Darüber freut sich die BIR sehr und gibt allerdings der Stadtverwaltung gleich eine Aufgabe mit auf den Weg. „Wir hoffen, dass die neu gestalteten Teile des Parks in Zukunft auch in die Pflegemaßnahmen des ESO einbezogen werden, „damit nicht in ein paar Jahren erneut das Dickicht von vor allem Ahornschösslingen heransprießt.“

Erfreut zeigt sich die BIR auch über die jüngsten Veröffentlichungen der Stadt auf ihrer Homepage „Auftakt für Neugestaltung des Rumpenheimer Schlossparks“. Zudem könne man im Beitrag: „Schlosspark Rumpenheim: Wo Könige wandelten“ einiges über die Bedeutung von Schloss und Park nachlesen.

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