Schnee stoppt Schloss-Sanierung

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So muss es am Schloss aussehen: schneefrei. Dann kommen auch die Arbeiter.

Rumpenheim - Schnee im März? Kann vorkommen. Einplanen muss man eine solche Ausnahme-Witterung wie in den vergangenen Tagen zur Mitte des ersten Frühlingsmonats aber sicherlich nicht. Von Fabian El Cheikh

Das hat denn auch die ausführende Baufirma nicht getan und sah sich daher gezwungen, den vorgesehenen Beginn der Innenhof-Sanierung des Rumpenheimer Schlosses kurzerhand zu verschieben.

Eigentlich sollten die Arbeiten Anfang dieser Woche losgehen. Jetzt muss gewartet werden, bis die Schneeberge dahingeschmolzen sind und der Rasen vor dem Schloss, um den es eigentlich geht, wieder sichtbar wird.

Weißer Strich durch die Rechnung

„Die Arbeiten werden voraussichtlich in der kommenden Woche beginnen“, teilte der Sprecher der Stadt, Matthias Müller, gestern mit. Unter der Voraussetzung, dass das Wetter den Arbeitern nicht einen weißen Strich durch die Rechnung macht. Besucher des Parks werden dann drei Monate lang auf den Zugang von der Breiten Straße verzichten müssen. Spätestens zum Flanierkonzert am 7. Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen und das Tor wieder geöffnet sein, tröstet die Stadt.

Nötig geworden ist die Sanierung, weil die wassergebundene Wegedecke im denkmalgeschützten Innenhof mit 1400 Quadratmetern Größe keine fachgerechte und funktionierende Oberflächenentwässerung hat. Regnet es, bilden sich Pfützen, und große Flächen vor dem Hauptgebäude weichen auf.

„Geplant ist, die derzeitige Höhenabwicklung umzukehren und das Areal in Richtung zur Rasenfläche zu entwässern.“ Das Wasser soll quasi im Rasen versickern und sich nicht mehr vor dem Gebäude ansammeln.

Pfützen sollen künftig verschwinden

Das 750 Quadratmeter große Rasenoval wurde in den 80er Jahren in Abstimmung mit der Oberen und Unteren Denkmalschutzbehörde in seiner heutigen Form angelegt. Gleichzeitig wurde der Originalbrunnen wieder aufgestellt. Die Lage des Rasens und des Brunnens bleiben nach Abschluss der Arbeiten unverändert. „Jedoch muss die Höhenabwicklung der Fläche an die Anforderung der Entwässerung angepasst werden.“

Ebenfalls unverändert bleibt der etwa ein Meter breite Streifen aus Sandstein entlang der Gebäude.

Geplant hat die 129. 000 Euro teure Sanierung im Auftrag der Stadt das Planungsbüro Wewel und Landschaftsarchitekt Grünberg. Grundlage ist ein Beschluss der Stadtverordneten nach vielfach geäußerter Kritik am Zustand des Schlossparks im Januar 2012. Die Vergabe der Bauleistungen folgte ein Jahr später.

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