Keine Aussicht auf Einsicht

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Offenbach - Ein 29-jähriger Mann wurde vom Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt, die er im Gefängnis verbüßt.

Der Vater des Angeklagten war vor etwa 40 Jahren nach Deutschland gekommen und hatte in Offenbach bis zu seiner Pensionierung in einem Betrieb als Facharbeiter gearbeitet. Für seine fünf Kinder wünschte er sich, dass sie in Deutschland Fuß fassen und zumindest wie er eine gute Stelle finden würden. Stattdessen klingelte immer wieder die Polizei bei ihm und seiner Frau.

Drei Söhne waren nämlich auf Abwege geraten und verbrachten ihre Zeit unter kriminellen Jugendlichen. Der Angeklagte konsumierte seit dem 14. Lebensjahr Marihuana und kam darüber zum Koks und Crack. Sein Geld reichte nicht für die Drogen, er begann zu stehlen. Manches Jahr verbrachte er im Gefängnis. Therapien brach er mehrfach ab.

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Zur Verurteilung gelangten vier Diebstähle, davon ein Einbruch in eine Wohnung, ein Einbruch in eine Kneipe, ein Diebstahl einer Bohrmaschine aus dem Auto eines Handwerkers und der Diebstahl einer Geldbörse mit 900 Euro aus einem türkischen Café. Gutachter Professor Manfred Bauer kam zu dem Ergebnis, dass der Mann sehr wahrscheinlich bei einer Entlassung aus der Haft weitere Straftaten begehen werde. Das Gericht schloss sich dem Gutachter an und behielt den Mann in Haft.

(vs)

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