Schöne neue Welt im Cinemaxx

Offenbach ‐ Langsam schwebt die einsame Schneeflocke auf den Kinobesucher zu. Immer weiter trägt der digitale Zeichentrickwind den filigranen Kristall scheinbar durch den Kinosaal. Von Katharina Platt

Will man nach dem weißen Objekt modernster Kinokunst greifen, fasst man jedoch ins Leere. Die sternartige Flocke ist computeranimiert und trotz des Augenscheins nur auf Leinwand gebannt. Sie schwebt nicht wirklich über den Köpfen der Gäste. Eine silberbeschichtete Leinwand, ein Projektionsaufsatz und 3D-Brillen sorgen im Kinosessel für das Gefühl, mittendrin im Film zu sein.

Seit gestern sind in den Sälen drei und sechs des Cinemaxx Filmtheaters futuristische Zeiten angebrochen. Die neue Kinowoche startete gleich mit drei Filmen, die 3D-kompatibel sind. 100.000 Euro ließ sich der Cinemaxx-Konzern die Modernisierung kosten. Alle 31 Standorte in Deutschland sollen in zwei Wochen mindestens in einem Kinosaal Filme in 3D zeigen können.

Von der Wirtschaftskrise ist im Cinemaxx nichts zu spüren

Der Offenbacher Theaterleiter Oliver Bogan freut sich über die Entwicklung. „Unser ganzes Team kann es kaum abwarten, dass es endlich los geht.“ Der Chef von rund 30 Mitarbeitern kann sich aber auch über gestiegene Besucherzahlen freuen. Mit 200 000 Besuchern in den ersten acht Monaten diesen Jahres, ziehen er und die Betreiber eine erste positive Bilanz. Eine Service-Offensive, die er zu Beginn des zweiten Halbjahres gestartet hat, soll noch weitere Kunden in den Filmpalast an der Berliner Straße locken. Bogan hat mehr Personal an den Gastronomie-Theken eingesetzt, um die Bildung von langen Schlangen zu vermeiden. Von der Wirtschaftskrise sei im Cinemaxx Offenbach nichts zu spüren, so die Verantwortlichen. Pressesprecher Arne Schmidt bestätigt, dass Oliver Bogan und seine Kollegen an den 30 weiteren Standorten in ganz Deutschland Grund zur Freude haben. „Wir stehen im Branchenmarkt gut da.

12 Euro kostet ein Ticket in die animierte Welt

Mit guten Ideen und Engagement will das Offenbacher Cinemaxx auch in Zukunft bei den Besuchern punkten. Um auch andere Zielgruppen für sich zu gewinnen, stehen nicht nur Blockbuster auf dem Programm, sondern unter dem Motto „artMaxX“ auch Filme kleinerer Verleiher. Sie sollen auch anspruchsvollere Filmliebhaber vor die Leinwand locken. Schon jetzt habe sich die Bandbreite des Publikums erweitert, so Bogan. Nun sollen auch 3D-Filme für volle Kinosäle sorgen. 12 Euro kostet ein Ticket in die animierte Welt, die einem das Gefühl vermittelt, Teil des filmischen Geschehens zu sein. Arne Schmidt kann sich vorstellen, auch Konzerte und Sportveranstaltungen in 3D im Kino zu übertragen.

Seit gestern zeigt das Filmtheater „Oben“, „G-Force“ und „Final Destination IV“ in 3D. „Kino hat nun eine zusätzliche Dimension“, so Schmidt.

Kinoprogramm in der Region

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