Schönheitskur für Schmuddel-Immobilie in der Innenstadt

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Offenbach - Die beste Nachricht vorneweg: Das führende Fachgeschäft für Schirme, Taschen und Accessoires aller Art bleibt den Offenbachern erhalten. Trotz Räumungsverkaufs bleibt der Schirm-Schäfer im Salzgässchen/Kleiner Biergrund seinem Standort treu.

Allerdings sind einige Umbauten, so auch eine Neugestaltung der Fassade, vorgesehen, die mit der Kernsanierung der lange verwahrlosten Immobilie einhergeht. Die Firma Rudolph Garten- und Landschaftsbau aus Obertshausen hat das fünfstöckige Gebäude mit Tiefgarage im Frühjahr erworben und unterzieht das in den 80er Jahren gebaute Haus derzeit einer radikalen Schönheitskur. Das ist denn auch die zweite gute Nachricht in der Innenstadt: Aus dem einst als Schandfleck bezeichneten, weil zunehmend verwahrlosten und als Bausünde empfundenen Gebäude entsteht, so die Hoffnung des neuen Eigentümers, eine Top-Adresse, die Einzelhandel, Gastronomie und vielleicht eine Arztpraxis beherbergen soll.

Zusätzlich öffnet in den oberen Stockwerken ein Boardinghaus, das mit 30 hochwertigen Ein- und Zweizimmerapartments eine vorübergehende Unterkunft für Mitarbeiter von Firmen bietet. Zweifelhaften Ruhm erlangte das aus der Erbmasse von Maria Bauer aus Bieber hervorgegangene Objekt vor allem, weil es lange Zeit Leiharbeitern aus Südosteuropa als Bleibe diente. Deren Hinterlassenschaften, aber auch Ratten und Kakerlaken, wurden beseitigt, die Sanierungsarbeiten sind im vollen Gang. Noch im Dezember soll das Boardinghaus öffnen und von seiner zentralen Lage profitieren.

(fel)

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