Schon voller Vorfreude auf den Umzug

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Der Richtkranz schwebt über dem fertiggestellten Rohbau des neuen Domizils der Freiwilligen Feuerwehr Rumpenheim. Die Bauarbeiten liegen gut in der Zeit. Der Einzug ist für Juni nächsten Jahres geplant.

Offenbach ‐ Aus dem idyllischen Altbau am Rumpenheimer Schloss ins modernste Feuerwehrhaus der Stadt: In sechs Monaten heißt es für Rumpenheims Freiwillige Feuerwehr Abschied nehmen von den alten Gemäuern. Es wartet ein Neubau, auf den die künftigen Nutzer schon jetzt voller Stolz blicken. Gestern wurde am Mainzer Ring 200 Richtfest gefeiert. Von Veronika Szeherova

 Gerade mal vier Monate sind vergangen, seit mit dem Bau am neuen Standort begonnen wurde. Schon zum ersten Spatenstich hatte Staatsminister Stefan Grüttner vorbei geschaut und einen Zuwendungsbescheid über 434 000 Euro an Oberbürgermeister Horst Schneider weitergereicht. Insgesamt kostet der Feuerwehrhaus-Neubau 2,475 Millionen Euro. Die Stadt muss also 2,18 Millionen Euro aus eigener Tasche zahlen.

Parallel zum Bau des Feuerwehrhauses wird der dritte Neubau-Abschnitt des Mainzer Rings abgeschlossen. „Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist der erste Schritt für die Entlastung der Bewohner Bürgels nach der Vollendung des Gesamtprojekts“, glaubt Grüttner. Der neue Mainzer Ring erhält auf beiden Seiten Geh- und Radwege sowie Sicherheitsstreifen und Grünflächen. Die Fahrbahnbreite wird auf sechseinhalb Meter ausgebaut. Genug, um für Entlastung im Bürgeler Verkehr zu sorgen. Die Freiwillige Feuerwehr soll dank der günstigen Anbindung wesentlich schneller als bisher an ihren Einsatzorten sein können.

2,514 Millionen Euro vom Land

Beim gestrigen Richtfest war Grüttner wieder ein gern gesehener Gast. Unter anderem, weil er diesmal einen noch größeren Geldsegen des Landes überbrachte: Der Bewilligungbescheid über von 2,514 Millionen Euro, mit denen der dritte Neubau-Abschnitt des Mainzer Rings finanziert wird, sorgte für zufriedene Gesichter bei OB Schneider und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Rumpenheim. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projekts auf rund 3,77 Millionen Euro.

Der Blick in die Zukunft am neuen Standort ist durch und durch optimistisch, wie Wehrführer Gerd Lang versicherte. Denn so schön das Ambiente im Marstallgebäude am Rumpenheimer Schloss auch gewesen sei: „Der denkmalgeschützte Bau entsprach einfach nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen Feuerwehrstandort“, sagt Lang. Die Rundbögen am Bauwerk, seine geringe Breite, nicht zuletzt auch die verwinkelten Gassen in der Umgebung - es habe einfach nicht mehr gepasst. „Die Serienfahrgestelle an den Feuerwehrfahrzeugen sind in den letzten Jahren immer größer geworden“, erklärte Branddirektor Uwe Sauer. „Das hätte beim Erwerb von neuen Fahrzeugen Sonderanfertigungen verlangt, was kaum bezahlbar ist." Die neue Halle biete genug Platz für fünf moderne Feuerwehrfahrzeuge und zwei Boote.

Für Projektleiter Werner Bühlen von der Planungs- und Baufirma „Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH“ (EEG) ist dies der erste Bau eines Feuerwehrhauses. „So viel wie jetzt wusste ich noch nie über die Feuerwehr“, erzählte er, „man lernt in diesem Job eben nicht aus.“ Die Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Stadt und Architekturbüro beschrieb er als konstruktiv und zielorientiert. „Dem Fertigstellungstermin im Juni nächsten Jahres sehe ich gelassen entgegen.“ Bisher sei alles reibungslos verlaufen, und ruhig. „Auf eine leise Baustelle ist man als Baufirma besonders stolz.“ Sichtlich stolz sind vor allem auch die Bauherren von der Freiwilligen Feuerwehr Rumpenheim. „Wir können den Umzug kaum erwarten, es kribbelt schon richtig, “ verriet Lang.

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