Schrottlaster bleibt Ärgernis

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Wird der Halter per Hinweiszettel informiert, dass er das Vehikel zu beseitigen hat, bleibt ihm eine 14-Tage-Frist.

Offenbach ‐ Der Schrottlaster steht seit Monaten an der Neusalzer Straße und ist Leser B. ein Dorn im Auge. Mehrfach habe er sich wegen des Gefährts, dem man auf Autobahnen nicht begegnen möchte, ans Ordnungsamt gewandt. Von Simone Weil

Weil dort nichts unternommen werde, melde er sich jetzt bei der Zeitung, erklärte er. Der Lkw habe lange kein Kennzeichen gehabt, sei aber nun mit einem abgelaufenen Nummernschild versehen worden. Beim Ordnungsamt sind die Beschwerden über den weißen Volvo seit Mai aktenkundig: Am 11. Juni war ein Mitarbeiter vor Ort, am 18. Juni der Laster weg, erläuterte Amtschef Peter Weigand. Damit sei fürs Amt die Sache erledigt gewesen. Wenn der Lkw nun allerdings wieder aufgetaucht sei, werde man sich der Sache erneut annehmen, versprach der Ordnungsamtsleiter.

„Wir fahren da nicht täglich vorbei“, sagte er. Das sei mit einem Innen- und einem Außendienstmitarbeiter auch nicht möglich. Dass die beiden gut beschäftigt sind, belegt die Statistik: Im Jahr 2009 verzeichnete man 1132 Autowracks. 151 wurden nicht gefunden, 14 standen auf Privatgrundstücken, 90 wurden abgeschleppt, 39 verschrottet, insgesamt 973 Fälle bearbeitet.

Grundsätzlich gelte: Wird der Halter per Hinweiszettel informiert, dass er das Vehikel zu beseitigen hat, bleibt ihm eine 14-Tage-Frist. Wird das Amt tätig und lässt den Wagen abschleppen und verschrotten, will es sich das Geld möglichst zurück. Weil ohne Kennzeichen der Halter nicht ermittelt werden kann, wird nach der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) gesucht. „An die kommen wir aber oft nicht, ohne einzubrechen“, sagt Weigand.

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