Schülerlauf unterstützt MS-Kranke

Runden rennen für guten Zweck

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330 Erst- bis Viertklässler der Buchhügelschule liefen im Wetterpark Runden und sammelten eifrig Geld für Multiple-Sklerose-Patienten.

Offenbach - 330 Erst- bis Viertklässler der Buchhügelschule liefen im Wetterpark Runden und sammelten eifrig Geld für Multiple-Sklerose-Patienten.

In langen Reihen kommen die Kinder der Buchhügelschule angerannt, in der Hand dicht beschriebene Sponsorenzettel. Darauf die Namen von Eltern und Bekannten, die Geld an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Hessen sowie die Selbsthilfegruppe Offenbach/Frankfurt-Ost „Die Sonnenstrahlen“ spenden wollen. Beim Benefizlauf „Run for Help“ im Wetterpark sammelten Schüler am vergangenen Mittwoch pro gelaufener Runde Unterstützung für Betroffene mit dieser Nervenkrankheit.

Bereits im Vorfeld haben sich die 330 Erst- bis Viertklässler im Unterricht ausführlich mit Multipler Sklerose beschäftigt. Auch als Stadträtin Marianne Herrmann den Startschuss gibt, wird noch einmal über das Thema gesprochen. Dann kann es endlich losgehen. Die Schüler flitzen über die Sandwege und strengen sich besonders an, damit viel Geld zusammenkommt.

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Auch die kleine Amelie ist hochmotiviert. Angefeuert wird sie von ihrer Mutter. Martina Riese ist voll des Lobes: „Es ist schön, wenn Kinder früh lernen, wie sie schwächeren Menschen helfen können. Wir haben auch zu Hause viel über die Krankheit diskutiert. Eine Freundin von mir war so begeistert, dass sie fünf Euro pro gelaufener Runde spendet.“

Die Idee für den „Run for Help“ hatte Lehrerin Ariana Pietsch, deren Mutter selbst an Multipler Sklerose leidet: „Es ist wichtig, Kinder frühzeitig für Themen wie Krankheit und Behinderung zu sensibilisieren“, sagt die 35-Jährige. Gemeinsam mit Schulleiterin Birgitt Stolz organisiert Pietsch zum zweiten Mal einen entsprechenden Benefizlauf. Schon 2010 war die Resonanz hervorragend. „Die Kinder sollen von klein auf lernen, mit kranken und behinderten Menschen umzugehen, sie als einen selbstverständlichen Teil der Gesellschaft zu begreifen. Junge Menschen tun sich da viel leichter. Sie haben die wenigsten Berührungsängste“, so Schulleiterin Stolz.

eml

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