Schulplaner können loslegen

Offenbach - (mcr) Offenbach wird seine Schullandschaft in diesem Jahr mit insgesamt 42,4 Millionen Euro beackern. 19 Lehranstalten sollen erblühen. Oberbürgermeister Horst Schneider meldet mit einigem bildungsgärtnerischen Stolz, dass die Stadt die 20,8 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Landes um 17,8 Millionen aus dem Offenbacher Schulbau- und -sanierungsprogramm und weitere 3,8 Millionen für Instandhaltungsmissionen aufstockt.

Das sei „mehr als das Achtfache dessen, was wir vor Beginn des Schulbau- und Sanierungsprogramms jährlich aufgewendet haben“,sagt Schneider. Die neue Dimension will organisiert sein. Deshalb hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung die städtische Gesellschaft Entwicklung, Erschließung, Gebäudemanagement (EEG) mit der Projektsteuerung an fünf Schulen beauftragt. Dafür gibt‘s Geld:

Ludwig-Dern-Schule: 309 000 Euro werden für die Aufträge an die EEG, die Architekten und Fachplaner fällig. An der Schule muss ein abgesackter Flachbau abgerissen werden. Ein Neubau soll die dort untergebrachten Fach- und Verwaltungsräume ersetzen und zusätzliche Räume schaffen. Die Planung soll im vierten Quartal abgeschlossen sein, so dass mit dem nächsten Jahr auch der Bautrupp beginnen könnte.

Waldschule Tempelsee: 207 000 Euro für die Vorbereitung der Modernisierung und Erweiterung. Auch hier sollen die Planung bis zum Jahreswechsel fertig werden und bis Mitte 2010 den Startschuss für die Aufgabe geben, auf zusätzlich rund 1 100 Quadratmetern neue Räume für Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten sowie eine Mediothek und eine Cafeteria mit Küche, Lager und Toiletten zu schaffen.

Goetheschule: Für rund 300 000 Euro will die Stadt einen Teil des Dachgeschosses ausbauen, um der Ganztagsbetreuung Raum für Freizeitangebote zu verschaffen. Unter dem Dach sollen die Grundschüler auf zwei Ebenen Platz zum Bauen, Spielen, Klönen, Ruhen oder Lesen finden. Rund 180 Quadratmeter sollen zusätzlich entstehen. Der eigentliche Ausbau der Goetheschule für den Ganztagsbetrieb einschließlich einer Cafeteria soll 2015 folgen.

Mathildenschule: Hier ist auch Geld aus dem Förderprogramm Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (HeGISS) zu haben, um der Cafeteria einen öffentlichen Zugang zu spendieren. Damit wäre die Einrichtung unabhängig vom Schulbetrieb für die Stadtteilarbeit nutzbar. Der Eingang soll behindertengerecht gestaltet werden. Die Gesamtkosten sind mit 125 000 Euro veranschlagt.

Uhlandschule: Die alte und vor allem teure Elektroheizung hat ausgedient. Stattdessen ist eine ökologisch optimierte Warmwasser-Heizungsanlage geplant, deren Kessel mit Holzpellets arbeitet. Die Anlage soll auch für die Warmwasserbereitung für das Schulgebäude und die Sanitärräume der Turnhalle dienen. Insgesamt wird das rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Schneider: „Zusätzlich zu dem, was unser ehrgeiziges Zehnjahresprogramm für das laufende Jahr vorsieht und zusätzlich zu den jährlich anfallenden Instandhaltungsarbeiten werden wir in diesem Jahr zehn weitere Bauvorhaben auf den Weg bringen. Die können wir dank der Konjunkturfördermittel des Landes finanzieren.“Alles in allem sei die Investitionssumme „mehr als das Achtfache dessen, was wir vor Beginn des Schulbau- und Sanierungsprogramms jährlich aufgewendet haben, ohne dass wir das Personal bei der Stadtplanung entsprechend aufgestockt haben“, rechnet Schneider vor.

Und natürlich gehe der Ausbau der drei Gymnasien weiter. Die Stadt setze „das Thema Schulen an erste Stelle, weil wir erkannt haben, wie wichtig gute Bildungschancen für die Zukunft der Stadt sind. Deswegen scheuen wir auch nicht den großen Kraftakt, der uns bevorsteht.“

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