Erfolgreiche Saison beendet

Etwa 140.000 Besucher am Schultheisweiher

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Der Schultheisweiher

Offenbach - Die Saison am Schultheisweiher ist zu Ende gegangen. Es sei eine erfolgreiche gewesen, findet ein zufriedener Bürgermeister Peter Schneider: „Als ich am 1. Mai mit dicker Jacke auf dem Fahrrad zum Anschwimmen geradelt bin, konnte keiner ahnen, dass ein langer, heißer Sommer folgt.“

Im Lauf der weiteren Monate zählte die Stadt dank Hitzerekorden etwa 140.000 Besucher. An gut besuchten Tagen waren mehr als 2000 Besucher dort – eine Herausforderung für die Badeaufsicht, nicht nur die Sicherheit der Badegäste sicherzustellen, sondern auch darauf zu achten, dass die Regeln des Naturschutzgebiets und der Badeordnung befolgt werden. „Wegen des besonders heißen Sommers haben wir sogar die Badeaufsichtszeiten verlängert“, erinnert Schneider. „Aber auch sonst tun wir alles für das Gelände.“ Das Umfeld präsentiere sich in tadellosem Zustand.

Im Vorfeld der Badesaison hatte das Umweltamt, das die Verantwortung fürs Naturschutzgebiet trägt, eine sogenannte Phosphorfällung vorgenommen. Diese Herausnahme überschüssigen Nährstoffs aus dem Seewasser hat zu einer weiteren deutlichen Verbesserung der Wasserqualität beigetragen. „Das Wasser war klar wie nie“, bilanziert Amtsleiterin Heike Hollerbach. „Selbst in der sonst schwierigen Zeit Juli/August war die Wasserqualität konstant sehr gut, als der Weiher der größten Belastung durch Hitze, Trockenheit und die Vielzahl der Badegäste in der Ferienzeit ausgesetzt war.“

Bereits im Frühjahr hatte die Europäische Union die Wasserqualität des Weihers mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ bewertet. Unentbehrlich für die Erhaltung der Wasserqualität sind die Wasserpflanzen. Da der Weiher nicht sehr tief ist, wächst das Grün teils bis zur Oberfläche. Dies konnte beim Schwimmen zwar zu leichten Einschränkungen oder Umwegen geführt haben, war aber nach Ansicht der Badeaufsicht kein sicherheitsrelevanter Aspekt.

Die 25 Badeseen und Freibäder in der Region

Einen Makel gibt es aber doch: Trotz zahlreicher Kontrollen durch die Geländeaufsicht sind viele Falschparker registriert worden. Auch die ausgestellten Strafzettel konnten nicht verhindern, dass immer wieder Badegäste bis an den See vorfuhren. Die Stadtverwaltung will im Herbst überlegen, welche Art zusätzlicher Kontrollen den freizügigen Charakter des Gebiets nicht zu sehr beeinträchtigen würde.

Auch für Herbst und Winter lädt Schneider zum Besuch des Naturschutzgebiets ein, für dessen Unterhaltung das Gebäudemanagement (GBM) im öffentlichen Teil ganzjährig verantwortlich zeichnet. „Man kann sich dort auch ohne Schwimmen eine erholsame Zeit gönnen“, weiß der Rumpenheimer aus eigener Erfahrung.

tk

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